Rahmenbau ist eine Leidenschaft und Herzensangelegenheit, die sich nicht primär am wirtschaftlichen Erfolg orientiert. Eine Aussage, die ich selbst in vielen Gesprächen mit Rahmenbauern in verschiedenen Ausprägungen hören durfte und (als kommerziell fokussierter Werbetexter) erst einmal lernen musste.
Zugegeben: sämtliche Stahlrahmenbauer und Stahlbike-Hersteller auf dem Stahlrahmenblog im Blick zu behalten, erfordert etwas Geduld und einen beinharten Scrolling-Finger – und das allein schon bei der deutschen Herstellerliste.
Am 11. und 12. Juni 2011 fand im englischen Bristol die UK Handmade and Boutique Bicycle Show statt – natürlich auch ein El Dorado für jeden Stahlbike-Enthusiasten und Fan britischer Rahmenbaukunst.
Restauratoren von Vintage-Bikes haben zweiffellos Hochkonjunktur. Und auch wenn sich das in kleinen Stückzahlen und wenig Reichtum niederschlägt, bilden ihre Restaurations- und Designobjekte einen wichtigen Bestandteil der modernen Radkultur.
Es gibt Radhersteller, die den Retroansatz Ihrer Modelle hinter einem Deckmäntelchen aus Marketingfloskeln verstecken, vielleicht um bloß nicht in den Verdacht „veralteter“ Technologie zu geraten. Das ist Unsinn, denn erstens hat „Retro-Chic“ inzwischen eine durchaus akzeptable Marktbedeutung erlangt und zweitens kommt es immer besser an, wenn man klar sagt, was Sache ist.
Auch bei Traditionsmarken gilt: wirklichen Kultfaktor verströmen sie nur, wenn ihre Produkte das auch rechtfertigen. Alter allein genügt in der Regel nicht. Wobei man Kult übrigens nicht mit „spektakulär“ oder super-cool verwechseln sollte. Denn auch robuste Qualität mit gesundem Understatement taugt zur Kultmarke.
Ezra Caldwell, der schnelle Junge von Fast Boy Cycles hat sich wieder Mal Gedanken gemacht und eines seiner immer wieder originellen Privatprojekte auf die Felgen gestellt.
Kleine Ergänzung zum 29er Blog Post: Mitte Juni wird der stählerne, kürzlich auf den Bike Days in Solothurn vorgestellte 29er des Schweizer Kollegen Chris Diamond zu haben sein.
Ich muss gelegentlich tief durchatmen, wenn mir schon wieder ein neuer Singlespeed-/Fixie-Hersteller über den Schirm flattert. Mit jedem Neuen wird es für alle Anderen nicht gerade leichter, denn wie sollen die sich alle bitteschön voneinander differenzieren?
Wenn man durch die Websites amerikanischer Rahmenbauer surft, wird man an vielen Orten von einer Welle an 29ern überrollt: enorm das Interesse und die Kaufbereitschaft amerikanischer Kunden für die stählernen MTB-Modelle mit den langen Beinen.
Wer hat eigentlich behauptet, dass man bei einem Fahrrad dessen Namen krampfhaft gerecht werden und dieses „fahren“ muss? Eben. Deshalb gibt es auch Menschen, die (scheinbar) der ästhetischen Komponente eindeutig den Vorzug gegenüber dem Praxisnutzen geben.
Vor einem halben Jahr habe ich noch einen Blog-Post über spezielle Stahlbikes für Frauen verfasst. Heute entdecke ich, dass eine der Hauptdarstellerinnen Margo Conover aka Luna Cycles ihr Business nach über 16 Jahren Rahmenbauerinnen-Tätigkeit eingestellt hat.
Viele der neuen Bike-Marken, die derzeit auf den Markt drängen, kann man durchaus als „Me-too-Produkte“ bezeichnen, oder etwas respektlos gesagt als leicht abgewandelter Abklatsch bereits bestehender Räder. Gelegentlich kommt es aber zu kreativen Neuentwürfen, die tatsächlich ganz anders sind und die zeigen, dass sich gerade auch Stahl in vollkommen neue Formen gießen lässt.
In meiner Rubrik „10 Fragen an …“ nehmen mehr und mehr Bike-Restauratoren einen festen Platz ein. Nicht weil ich sonst niemandem meine Fragen aufzwingen könnte, sondern, weil es für mich schon immer faszinierend war, wie man die im Objekt wohnenden Werte und Qualitäten herauslockt und scheinbar Veraltetem und Wertlosem zu neuem Glanz verhilft. Nicht zu vergessen natürlich der kleine Neidfaktor, der sich bei mir immer wieder angesichts von Menschen einschleicht, die keine zwei linken Hände wie ich haben. Aber es muss ja auch einen geben, der mehr schreibt als schraubt.
Exklusive Bike-Sondermodelle oder gar komplette Kollektionen sind nicht erst seit der Rapha Bicycle Collection en vogue und finden zahlungskräftige, design- und wertorientierte Abnehmer. Auch beispielsweise das kongeniale Seven Berlin Sondermodell, das auf der Berliner Fahrradschau 2011 gezeigt wurde und dem Preis eines VW Golf durchaus Paroli bieten kann, hat bereits einen Käufer (und weitere Interessenten) gefunden.
Mit Freiburg Collective feierte am vergangenen Wochenende ein neues Event-Format seine Premiere, das die Handmade-Szene in einer Open Air Ausstellung in den Fokus rückte.
Vor einigen Wochen fand ich beim morgentlichen Öffnen meiner Mailbox darin eine ganze Reihe von Rahmenfotos unterschiedlichster Couleur: Stahlrahmen mit handveredelten Barockmuffen oder Fillet Brazed, Edelstahlrenner, Fullies, Tourenräder mit integrierten Gepäckträgern und und und … Allen gemeinsam: enorme Kreativität und Professionalität (soweit man das auf Fotos beurteilen kann) in der Detailarbeit und bei der Verwendung unterschiedlichster Rohrsätze und Verbindungstechniologien.
Die städtische Fixie-Welt zeichnet sich ja nicht gerade durch ihre Einfallslosigkeit aus und hat einiges zum Revival des Stahlrahmen-Kults beigetragen. Auch hier (und gerade hier) findet man das gesamte Spektrum des Fahrraddesigns: vom exklusiven Maßrahmen über hochwertige Produktionsmodelle bis zum günstigen Einsteigermodell für den schmalen Geldbeutel.
Das Frühjahr bringt es an den Tag, was sich die Stahlrahmenhersteller über den Winter (oder noch länger) ausgedacht haben. Hier vier fangfrische Beispiele mit deutschem, aber dennoch sehr unterschiedlichem Akzent:
Dass ein Rahmen-Oberrohr auch aus 2 Rohren bestehen kann, war auch schon lange vor der Erfindung des Mixte-Rahmens ein selten gebrauchter, aber dennoch alter Hut. Dieses Stilelement wird auch heute wieder gerne genutzt, z.B. von Zullo oder Viva. Während die beiden Röhrchen in der Regel aber nebeneinander angeordnet sind, setzt die Nummer 500 in meiner Liste der Stahlrahmen-Hersteller weltweit einen anderen Akzent:
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