Man könnte in der jugendlichen Naivität annehmen, dass sich die Topografie eines Landes irgendwie auf die dort hergestellten Produkte auswirkt. So liegt die Vermutung nicht unbedingt fern, dass im mittel- und hochgebirgigen Deutschland die Hersteller von Stahl-MTBs ein gern gesehenes Zuhause (und entsprechende Käuferschichten) finden könnten.
Die meisten Radhersteller bauen weiterhin den klassischen Kettenantrieb an ihre Räder. Macht nichts. Das war so, ist so und wird noch eine Weile so bleiben. Manche addieren inzwischen auch Modelle mit Gates Riemenantrieb hinzu, man muss ja up-to-date bleiben. Das Ganze konzentriert sich dann auf relativ klar definierte Einsatzbereiche wie etwa der Fixie Inc. Peacemaker Singlespeeder, das Veloheld Path Urban MTB oder das VSF T-Belt Trekkingbike (und viele mehr). Auch gut. Man muss ja nicht übertreiben.
Kurz vor Weihnachten, wenn der Schimmer von sanftem Kerzenlicht und das Leuchten in den Augen der Kinder in Vorfreude auf den Weihnachtsabend die Wohnstätten erleuchten, darf ein wenig mobiler Glanz in Form eines Stahlrahmen-Bikes nicht fehlen.
Bei meinen Streifzügen durch die wunderbare Welt des Stahlrahmenbaus ist mir bislang nur ein Hersteller begegnet, der seine Räder auf Events wie der „Landpartie“, der „Gourmet & Garden“ oder einem „Fürstlichen Gartenfest“ präsentiert.
Videos über die Kunst des Maßrahmenbaus gibt es jede Menge. Aber es gibt nur wenige, die so gutlaunig daherkommen wie dieses vom Mann mit den weltweit schnellsten Beinen aka Speed-Weltrekordler Sam Whittingham, der mit Naked praktischerweise über eine eigene Maßrahmenproduktion verfügt.
Vor kurzem habe ich schon ein Mal über den Trend zu maßgebauten Gepäckträgern bei Reiserädern und Commutern berichtet. Die eine Möglichkeit ist hier der Maßgepäckträgerbau und dessen Montage an den üblichen Anlötösen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, den Gepäckträger direkt mit dem Rahmen zu verbinden, ihn zu „integrieren“. Dieses Integrationsprinzip wird beispielsweise in Serie vom Freiburger Hersteller Tout Terrain verwirklicht.
Heute erhielt ich eine E-Mail von einem Bikeshop-Besitzer aus Holland, der mir mitteilte, dass eine Radmarke in meiner Herstellerliste ihre Stahlrahmen nicht im genannten Land, sondern in Taiwan produzieren lasse und dass ich das eventuell ändern möge.
Bruce Gordon zählt zu den Veteranen im US-amerikanischen Maßrahmenbau. In seinem Laden in Petaluma/Kalifornien werden schon seit den 70er Jahren gemuffte Edelrahmen (derzeit nur noch 5-10 pro Jahr) gefertigt.
2010 war das Jahr, in dem ich selbst wieder zum Rad als Sport- und Lifestyle-Objekt zurückgefunden habe und in dem ich erst im April das Stahlrahmen-Blog startete. 2010 war aber auch das Jahr einiger deutscher Newcomer, die inzwischen in meiner Liste der Stahlrahmen-Hersteller ihren festen Platz gefunden haben. Hier eine kleine Liste der jungen Wilden, die alle mit unterschiedlichen Konzepten aufwarten:
Wer kein Rad von der Stange möchte, sondern etwas Maßgefertigtes, geht zum Maßrahmenbauer. Soweit ist alles klar. Manchen Menschen geht allerdings auch das nicht weit genug: sie möchten ihren Traumrahmen am liebsten selbst bauen. Leider haben Sie keine Werkstatt, geschweige denn die notwendigen Werkzeuge und Maschinen. Und leider haben sie auch nicht unbedingt das notwendige Know-how. Also Pech gehabt?
Maßrahmenbauer bauen Ihre Rahmen einen nach dem anderen. Das hat zur Folge, dass es für Kunden immer eine Warteliste gibt. Es sei denn, der Rahmenbauer erhält so wenige Bestellungen, dass die Wartezeit nur die tatsächliche Produktionszeit beträgt, was allerdings keinem zu wünschen ist.
Der britische Radhersteller Cotic hat sich auf der Insel mit vielseitigen und preiswerten Stahlrahmensets und Kompletträdern einen ziemlich guten Namen gemacht. Auch das neue Cyclocross-Modell X wird dem vollauf gerecht:
Robuster, geschweißter CroMo-Stahlrahmen in knalligem Orange (oder Schwarz) mit Carbongabel, ovalisiertes Oberrohr für einfaches Schultern, jede Menge Reifenfreiheit bis zu 42 mm und vor allem: Befestigungsoptionen für Cantis oder Disc Brakes.
Im Allgemeinen ist ein Zusammenhang von Weltliteratur und Fahrradrahmen nicht ohne Weiteres herzustellen. In diesem speziellen Fall kam mir aber beim Lustwandeln durch die Website von Columbine Cycle Works unweigerlich die Assoziation mit Texten von Edgar Allan Poe, die sich in Form von Stahlrahmen materialisiert haben.
Gelegentlich gibt es Radtests, die beim ersten Lesen ein groß geschriebenes Fragezeichen hervorrufen. So auch bei diesem Vergleichstest der Radsport-Magazin Rennrad in der aktuellen Ausgabe 11/12 2010 (Danke Christoph!).
Nahezu jeder große Markenhersteller hat inzwischen Fahrräder für Frauen mit angepassten Geometrien, Rahmenkonstruktionen und Komponenten im Sortiment – auch im Rennrad- oder MTB-Bereich. Im Cityrad-Segment ist das ohenhin schon lange Normalität. Eine Normalität, die besonders stylish auch von vielen der neuen, kleineren Marken wie Retrovelo oder Bella Ciao übernommen und unterschiedlich interpretiert wird.
Räder für kleinere Menschen sind nicht gerade die Spezialität der großen Markenhersteller, bei denen man wohl oder übel die kleinste Rahmengröße nehmen und durch entsprechende Komponenten an die Körperproportionen anpassen muss. Das kann funktionieren, allerdings auch zu wenig ästhetischen Ergebnissen führen.
Rob English fährt Rennen. Recht ernsthaft, was ihm u.a. den Titel des Zeitfahrchampions in Oregon eingebracht hat. Nebenbei ist er auch noch Maßrahmenbauer. Diese Kombination bietet einen Hinweis darauf, dass er seine Entwürfe gerne renntauglich auslegt, bei Bedarf recht gute Ideen für Zeitfahrer hat und es auch gerne ein paar Gramm weniger sein dürfen. Das ist aber nicht immer so, denn letztendlich baut Rob wie jeder gute Rahmenbauer das, was seine Kunden wünschen und brauchen. Und ebenso wie jeder gute Rahmenbauer verfügt er über einen unverwechselbaren Stil, der ihn aus der Masse heraushebt und der auch bei der Kaufentscheidung hilft.
Nach der ersten kleinen Übersicht über Universalbikes mit Scheibenbremsen unter 1.500 Euro bekam ich ein paar Tipps (Danke Tom und Eckart!!!), die ich gerne aufnehme – plus das Marinoni als nachträgliche Entdeckung. Hier also die nächsten Kandidaten, die wieder belegen, dass dieser Radtyp in Großbritanien und den USA deutlich beliebter und gefragter scheint als hierzulande:
Nach dem Blog Post über das Genesis Day One kam mir die Idee, ein Mal zusammenzustellen, welche dieser erschwinglichen Do-it-all-Bikes aus Stahl es denn noch auf dem Markt gibt. Es muss doch eigentlich jede Menge Leute geben, die mit einem einzigen Radmodell alles fahren möchten, was der Radleralltag zu bieten hat und fordert. Sei es, dass diese Menschen einfach keine Lust oder keinen Platz für einen Rad-Fuhrpark haben oder dass sie schlicht und einfach nicht mehr Geld ausgeben möchten. Oder ist das nur eine langsam wachsende Nische? Also definierte ich ein paar Voraussetzungen für die Aufnahme in die Liste:
Stahlrahmen mit eher komfortabler Geometrie
Nutzungsmöglichkeit als Trainings-, Alltags- und Touringrad
Gepäckträgerbefestigung zumindest am Hinterbau
Scheibenbremsen
Komplettpreis unter 1.500 Euro.
Ohne viele Worte: ein nettes Video von Tom Bailly-Salins, dem Rahmenbauer hinter oTm-Bikes, der u.a. auch auf der EHBE live zu sehen war. Das Video ist nicht eingebettet, deshalb bitte auf das Foto klicken und ihr kommt aufs oTm-Blog.
Maßrahmenbauer, die gelegentlich auch Mal einen Randonneur oder ein Reiserad entwickeln dürfen, haben längst erkannt, dass zum Gesamtkunstwerk des Rads ein entsprechender Maß-Gepäckträger gehört, der sich nahtlos ins Design-Konzept fügt.
Bei Sonne und Regen durch die City, als Rennrad fürs Fitness-Training auf der Straße, auch Mal Lust auf eine Spur Matsch oder gemütliche längere Touren. Das Genesis Day One Alfine ist ein Allrounder, der vieles kann und Auge und Beinen gefallen dürfte.
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