1987 gelang Stephen Roche das Kunststück, den Giro d’Italia, die Tour de France und die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Nicht schlecht würde ich sagen, schließlich hatte das zuvor nur Eddy Merckx geschafft – und hinterher sowieso niemand mehr – und in Zukunft wahrscheinlich auch keiner!

Ihm zu Ehren hat Officina Battaglin zwei klassische Stahlrahmen-Modelle auf den Weg gebracht. Beide gemufften Rahmen werden aus Columbus SLX New gefertigt und sind in sage und schreibe 18 (!!!) Größen zu haben – natürlich klassisch mit 1 Zoll Steuerrohr und italienischem Tretlager.

Officina Battaglin Roche: Zu haben in einer Auflage von max. 30 Stück! Das Unterrohr ziert eine spezielle Muffe mit einer Mini-Plakette aus 750er Gold, die wiederum mit 3 Brillanten besetzt ist. Ein echtes Sammlerstück mit Schwarzchrom-Finish, wie es häufig im Automobilbau anzutreffen ist.

Officina Barraglin 1987: Von diesem Rahmen werden nur max. 187 Exemplare produziert. Er ist deutlich weniger aufwändig gearbeitet als das Roche-Modell und kommt mit einer verchromten Gabel und verchromter Kettenstrebe.

Preise habe ich keine. Aber welches Modell teurer ist, dürfte ziemlich klar sein ;o)

Kona hat für 2018 seine beiden Stahlrahmen-Varianten des Allround-Allroad-Modells Rove leicht überarbeitet.

Das Kona Rove ST kommt nun mit TRP Spyre Flatmount-Scheibenbremsen und Steckachsen sowie der SRAM Rival 1 x11 Gruppe und einer neuen Lackierung. Das Steuerrohr über der Stahlgabel ist klassisch schlank und kommt mit herkömmlichem Steuersatz. Die Lackierung ist etwas … äääääh … schlicht für meinen Geschmack. Der Listenpreis liegt bei 1.599 Euro.

Das Kona Rove LTD bietet einen Stahlrahmen aus Reynolds 853 Rohrsatz sowie eine Kona Carbongabel. Dazu gibt es die SRAM Force 1×11 Gruppe mit den dazugehörigen hydraulischen Flatmount-Scheibremsen sowie Steckachsen. Das Steuerohr ist Tapered und kommt mit integriertem Steuersatz. Und die Lackierung finde ich hier echt scharf. Der Listenpreis fürs Komplettrad scheint mir bei stattlichen 3.999 Euro zu liegen. Da ist ein Custom Bike nicht weit.

Wer sich genauer über Niccolò Bonanno  aka Cicli Bonanno informieren möchte, dem sei an dieser Stelle dieser schöne Artikel von Craftrad empfohlen, einem Magazin für (OK, knapp dran und hat auch 2 Räder) Motorrad-Kultur.

Nico hat sich 2 Jahre die Werkstatt mit Rahmenbauer Thomas Becker aka Meerglas geteilt. Während letzterer inzwischen anderswo in Berlin unterwegs ist, arbeitet Nico immer noch in Lichtenberg.

Übrigens ist die Überschrift dieses Posts natürlich etwas daneben, denn einen typisch „italienischen“ Rahmenbau gibt es heutzutage mit all seinen klassischen und modernen Ausprägungen eh nicht mehr. Aber mir fiel leider keine andere Überschrift ein.

Freundlicherweise hat mir Nico Fotos von 2 aktuellen Stahlrahmen-Modellen zur Verfügung gestellt, allesamt geschossen von Stephan Haehnel.

Bonanno Italodisco: WIG-geschweißt aus Columbus Spirit und anderem Custom Geröhr. Die Anlötteile für die Zuganschlagschrauben sind auch custom. Verbaut wurden eine ENVE Carbongabel, die Campagnolo Potenza Gruppe und mechanische TRP Spyre Scheibenbremsen.

Bonanno Mogast:  Ebenso geschweißt, ebenso Columbus Spirit plus andere Rohre. Alle Anlötteile sowie die Ausfallenden sind custom. Die Front ziert die schicke Falz Carbongabel von Dario Pegoretti.

Wenn man die Reifenfreiheit der Sitzstreben erweitern möchte, kann man das z.B. über gebogene Sitzstreben lösen. Oder man setzt diese am Sitzrohr gleich weiter außen an. So wie bei diesem sportlichen Stahlrahmen-Disc-Crosser, den Rahmenbauer Tom Donhou exklusive für den Grinduro Event gebaut hat.

Die Custom Muffe am Sitzrohr wurde übrigens im 3D-Drucker erzeugt und geht ziemlich harmonisch in das querovalisierte Oberrohr über.

Was gibt’s noch? Ein 44mm Steuerrohr, Columbus Futura Gravel Gabel, Steckachsen und Flatmount Scheibenbremsen. Modern eben. Achja, die Lackierung passt natürlich perfekt zum Corporate Design des Grinduro Events. Ist aber auch so einfach schick.

Veloheld hat den Crosser icon.X aktuellen technischen Entwicklungen angepasst. Das heißt konkret: Steckachsen, Flatmount-Scheibenbremsen bis 160mm, mehr Reifenfreiheit bis zu 700c x 50mm oder bei 650B noch ein paar Millimeter mehr. Dazu gibt es einen innenverlegten Bremszug hinten und – neben der Carbongabel – eine neue optionale Stahlgabel, die neben Gepäckträger und Schutzblech auch 2 Flaschenhalter tragen kann.

Womit aus dem ursprünglichen Crosser nun ein formidabler Allroader wird. Kostenpunkt fürs Rahmenset: Mit Gabel 749 Euro, ohne 649 Euro. Komplettbikes starten ab 1.949 Euro.