Es ist nie zu spät, um über wirklich bemerkenswerte Ereignisse zu schreiben. Vor über einem Jahr beispielsweise habe ich kurz über die 2011er Ausgabe des spanischen Pendants zur L’Eroicagepostet: Monreal.
Das Bicymple ist nicht nur einfach simpel, sondern einfach auch lustig: Es gibt kein Unterrohr mit Tretlager und keinen herkömmlichen Antrieb per Kette oder Riemen. Stattdessen fährt es vor mit Doppeloberrohr, Direktantrieb auf dem Hinterrad und vor allem mit zwei Gabeln inkl. Steuerrohren und Steuersätzen.
Ich kann es nicht leiden, Fahrräder oder Fahrradteile bei mir rumliegen zu haben, die ich nicht mehr verwende. Das ist übrigens äußerst hilfreich, wenn man kein Sammler ist und werden möchte, wenn man wenig Platz hat oder nicht zum Bike-Messi mutieren will. Deshalb trenne ich mich jetzt zum Jahresbeginn von ein paar gebrauchten Teilen, die anderswo sicher besser gebraucht werden können.
Schon länger warte ich auf den ersten deutschen Hersteller, der sich traut, im Land des scheinbar genetisch bedingten Ingenieursdenkens einen Serien-Randonneurrahmen im klassischen französischen Stil herzustellen, wie es beispielsweise Velo Orange mit dem Rando gelingt … bislang leider vergeblich.
Eine lange Rahmenbautradition in Stahl gibt es nicht nur in Italien, Japan, Frankreich oder Deutschland: auch in Belgien lötet und schweißt ein runderneuertes Kleinod, das die Rennrad- und Rennsportgene bereits seit vier Generationen immer wieder neu zum Leben erweckt:
Zum Jahresbeginn stellt sich mir und Euch natürlich auch u.a. diese Frage: Warum gibt es eigentlich so wenig weibliche Rahmenbauer, resp. RahmenbauerINNEN? Wahrscheinlich aus einem ähnlichen Grund wie es vergleichsweise wenige WerkzeugbauerINNEN, ZerspanungstechnikerINNEN oder Maschinen- und AnlagenführerINNEN gibt.
Der letzte Blog Post des Jahres passt thematisch natürlich wie die Kurbel aufs Innenlager: Tannenwald nennt sich die vergleichsweise junge Bikemarke aus dem schönen Roschbach am Fuße des Pfälzer Walds bei Landau. Sie bringen derzeit 2 Modelle mit Stahlrahmen an den Start, die vor Ort am Rand des Tannenwalds gefertigt werden.
Kennt Ihr Tinno, den kolumbianischen Rahmenbauer, der schon seit den 70ern vor sich hinlötet? Ich kannte ihn auch nicht, bis ich auf diesen Blog-Artikel stieß.
Neben dem bereits vorgestellten Allround-Crosser Rove bringt Kona für 2013 jetzt auch ihre unvermeidliche Stahlinterpretation eines 650B MTB-Hardtails: das Kona Explosif 27.5.
Die ohnehin nur auf dem Papier vorhandenen 30, 27 oder 24 Gänge von Dreifach-Schaltungen sind nicht in jedem Fall das A und O. Gerade bei eher flachem Gelände oder Bike-Einsatz in der Stadt tun es in jedem Fall auch ein paar Gänge weniger. Das lässt sich beispielsweise durch 3-, 5-, 7-, 8- oder 11-Gang Nabenschaltungen erledigen.
Ich weiß, praktisch jeder Leser des Stahlrahmenblogs ist latent gefährdet, sich selbst einen Stahlrahmen zu bauen. Leider fehlen meist die notwendigen Kenntnisse, Werkzeuge, eine Rahmenlehre, die Werkstatt und weitere Nebensächlichkeiten.
Man mag es kaum glauben, aber Specialized hat sich scheinbar an die gute alte Stahltradition ihres Unternehmens erinnert und einen Stahlcrosser auf die Felgen gestellt. Das Specialized Tricross Elite Steel Disc Triple (länger ging’s dann doch nicht?) ist allerdings eher ein Allrounder denn ein echter Cyclocross-Racer. Macht ja nix und interessiert mich genau deshalb umso mehr.
Wenn Rahmenbauer Rahmen bauen, sind diese dank der meist weniger regionalen Kundschaft oft über das ganze Land bzw. sogar international verstreut. Deshalb ist es oft recht schwierig, mit den Kunden einen gemeinsamen Event zu veranstalten, zu dem diese ihre Räder mitbringen. Das heißt: es wäre zwar theoretisch möglich, wird aber einfach nicht gemacht.
Neben dem Croix de Fer Allround-Touren-Crosser plant Genesis fürs nächste Jahr nun auch einen „echten“ Cyclocrosser mit Reynolds 853 Rahmen, Vollcarbongabel und Scheibenbremsen: das Genesis Fugio.
Wer an Edelstahl-Fahrradrahmen denkt, hat meistens edles Geröhr wie Columbus XCr oder Reynolds 953 bzw. 931 im Sinn. Aktuell gibt es noch eine amerikanische Variante von KVA Stainless, die aber in Europa noch nicht ganz so weit verbreitet scheint.
Leider konnte ich am 1. und 2. Dezember 2012 in Melbourne nicht persönlich anwesend sein und das dürfte auch noch in den nächsten Jahren so bleiben. Aber zum Glück gibt es andere Radbegeisterte, die ihre Kameras bzw. Handys vernünftig und öffentlich einsetzen.
Der ADFC ist als Verein natürlich auf möglichst viele Mitglieder (und Mitgliederbeiträge) angewiesen, um genug Spielgeld für Fahrrad-Lobbyarbeit und konkrete Bike-Infrastruktur- und andere Förderprojekte zur Verfügung zu haben.
Cotic haben ihren Crosser X für 2013 leicht modifiziert: neben einer aufpreispflichtigen Vollcarbongabel gibt es jetzt standardmäßig eine tapered Stahlgabel in Rahmenfarbe. Beide Gabelvarianten gibt es wiederum in 2 Varianten: als reine Disc-Version oder mit Wahlfreiheit zwischen Scheibe und Canti bzw. V-Brake.
Retro, Vintage, Nostalgie oder wie auch immer man den Hang zu Vergangenem nennen mag, hat auch zwischen all den modernen Versionen des Stahlrahmens immer noch ausreichend Platz. Gut so, denn auch wenn man sich nicht über eine Strada Bianca quälen möchte, kann man mit einem Stahl-Rennrad im Retro-Look weit kommen und jede Menge Spaß haben.
Neues für 2013 gibt es auch von Tokyo Fixed, die freundlicherweise ihre ziemlich sehenswerte Eigenmarke weiter ausbauen. Neu sind nun das Trackbike ONO Low Pro als klassischer Bahnrahmen mit zum Steuerrohr leicht abgesenktem Oberrohr. Der muffenlos gelötete Stahlrahmen besteht aus Columbus Zona mit Columbus Max Unterrohr. Dazu gibt es eine in Rahmenfarbe lackierte Carbongabel. Das Ganze kostet 775 Pfund (= 950 Euro), was mir durchaus angemessen scheint.
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