Nur ganz kurz: b.ciclo ist eine junge, erst 2014 gegründete, italienische Stahlrahmenmarke mit günstigen Singlespeed-Komplettmodellen für die Stadt, die man gleich online einkaufen kann.

Neben einem Herren- und Damenmodell in jeweils 5 Farben für 649 Euro gibt es auch ein Klapprad im guten alten Look (und in nur 3 Farben) für 349 Euro, was ich noch für das hervorstechendste Produkt halte.

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Irgendwie merkwürdig, dass immer noch derartige Marken entstehen, von denen es schon jede Menge gibt. Von welchem Kuchen sollen hier noch entsprechende Stücke verteilt werden, die eine Existenz ermöglichen? Ein klitzekleines bisschen Differenzierung fände ich schon ganz gut und hilfreich zum Überleben.

Über den neuen Trend der 36er habe ich ja schon unter anderem hier, hier und hier geschrieben.

Wenn wir uns schon diesem besonderen Hang zur Großspurigkeit widmen, darf natürlich dieses extrem spannende Modell von Robert Dilik aka True Bikes aus Bratislava/Slowakei nicht fehlen.

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Beim True Bikes 36er sind nicht nur das Oberrohr und der Hinterbau im Mixte-Stil ausgeführt, sondern auch die Stahlgabel kommt als Doppelstreben-Version. Überhaupt wirkt der filigrane Stahlrahmen mit Gabel im Spannungsfeld der gigantischen Laufräder besonders schlank und fast schon zerbrechlich, womit natürlich nicht zu rechnen sein dürfte.

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Das True Bikes 36er gibt es derzeit in drei Versionen: als 3 x 10 bzw. 2 x 10 Modell mit Shimano XT Dreifach- oder Zweifach-Gruppe für 3.390 Euro und als Singlespeeder für 3.190 Euro. Das Ganze wiegt übrigens je nach Ausstattung rund 19 kg.

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Dass ich ein Fan des Columbus Max Rohrsatzes und der Bilaminate-Verarbeitung bin, kann man z.B. gut an meinem Vogel Randonneur erkennen.

Joel Greenblatt aka Clockwork Bikes bzw. ein Kunde von ihm scheint diese Begeisterung zu teilen und übernimmt erfreulicherweise meine Vorliebe für Doppelplatten-Gabelköpfe – übrigens eine tolle Kombination mit den Max Aero-Gabelscheiden.

Was für ein tolles Rennrad dabei herauskommt, seht Ihr hier. Nur auf die Sitzrohr-/Oberrohrmuffe könnte ich verzichten. Mehr Fotos gibt’s übrigens in Joels Flickr-Galerie.

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Wenn wir schon beim Thema 36er sind, sollten diese beiden Exemplare von Hobby-Rahmenbauer Christian Reichl und seinem Alter Ego David Mabrouk nicht fehlen.

Das erste Menoid 36 mit Alfine Nabenschaltung wurde bereits bei Youtube verewigt. Das zweite ist noch im Aufbau und könnte mit Lefty-Gabel natürlich besonders cool werden.

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Wenn man sich die Historie der Fahrradmarke Diamant betrachtet, fällt auf, dass im Jahr 1885 nichts Relevantes passiert zu sein scheint. Dennoch trägt die Marke den Claim “Bewegt seit 1885″. Und auch das Jubiläumsmodell “130″ gibt einen gewissen Hinweis darauf, dass 1885 irgendetwas geschehen ist … die Firmengründung beispielsweise.

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Aber zählen wir jetzt lieber keine Erbsen, sondern betrachten wir lieber das Diamant 130 Jubiläumsrad, das passenderweise mit einem Stahlrahmen daher kommt – übrigens dem einzigen im breiten Diamant-Programm, die sich mittlerweile zur Trek Gruppe gehörig zählen.

Der Tourer kommt mit Stahlgabel und hydraulischen Shimano Scheibenbremsen, 1×10 Shimano Deore Antrieb, Shimano Nabendynamo, Brooks Cambium Sattel, Curana Schutzblechen und Bontrager Vorbau und Lenker. Gepäckträgeraufnahmen vorne und hinten sind ebenfalls dabei.

Das Ganze gibt es in 4 Rahmengrößen für derzeit 999 Euro bei diversen Online-Händlern.

Hier übrigens ein lustiger Film über die DDR-Radsportlegende Täve Schur und (ganz am Rande) die Diamantwerke der damaligen Zeit.