Wenn man ein Fahrradmodell “van Stael” nennt, ist nicht nur das Rahmenmaterial klargestellt. Gleichzeitig drückt ein Hersteller durch die explizite Verwendung des Rahmenmaterials aus, dass dieses Modell eben nicht dem übrigen Sotiment mit anderen Werkstoffen entspricht.

Gazelle ist als holländischer Traditionshersteller in früheren Tagen immer stahlaffin gewesen. Wie bei praktisch allen großen Herstellern spielen Stahlrahmen heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Das Gazelle van Stael ist somit ein ziemlich seltenes Exemplar im Gazelle Sortiment und trägt auf bescheidene Art und Weise dem aktuellen Stahltrend Rechnung.

Gazelle-van-Stael-Herren

Das gemuffte Stahrahmen-Citybike gibt es als Herren- und Damenversion (letzteres als Mixte) in jeweils 2 Größen und Sandstein-Lackierung wahlweise mit 3- oder 7-Gang Shimano Nexus Nabenschaltung. Dazu gazellen sich Rennbremse vorne und Rücktrittbremse hinten sowie Brooks Cambium Sattel und Griffe.

Gazelle-van-Stael-Damen-1

Kostenpunkte: 649 Euro mit 3 Gängen und 749 Euro mit 7 Gängen. Ein durchaus faires Angebot.

Gazelle-van-Stael-Damen-2

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Wenn man MArk JAson COmbs heißt, ist der Gedankensprung zum Firmennamen Majaco Bicycles nicht weit. Majaco werkelt in Austin/Texas seit 2011 vor sich hin und hat schon ein paar hübsche Stahlrahmen-Bikes produziert.

Das Besondere bei ihm ist, dass er so weit wie möglich in den USA gefertigte Teile an seinen Bikes verbaut. Das ist auch der Grund, warum er nicht auf Rohrsätze von Columbus, Reynolds oder Dedacciai setzt, sondern ausschließlich auf True Temper Geröhr. Auch so kann man sich eine Art Alleinstellung sichern, auch wenn das mehr patriotische Gründe haben dürfte als qualitative (und eventuell die Lieferdauer verkürzt).

Hier also ein paar Beispiele des Rahmenbaus á la Majaco:

Majaco-1

Majaco-2

Majaco-5

Majaco-3

Majaco-4

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Den Stahlrahmen-Modellen von Caminade kann man dank ihrer ungewöhnlichen Konstruktion eine gewissen Eigenständigkeit nicht absprechen. Ob dieses Konstruktionsprinzip wirklich funktionale Vorteile hat, weiß ich nicht. In jedem Fall bieten die Räder einen nicht alltäglichen Look für Menschen mit etwas anderem Geschmack.

Das neueste Modell ist das Caminade Gravel, ein Crosser (oder vielmehr komfortabler Allround-Sportler) mit großer Reifenfreiheit von 44mm und Scheibenbremsen (mechanisch oder gegen Aufpreis hydraulisch). Der Stahlrahmen wird aus einem Mix aus Columbus- und eigenentwickelten Rohren gefertigt. Das Steuerrohr kommt in 44mm für seminintegrierte Steuersätze, die Ausfallenden hinten sind für 142 x 12mm Steckachsen konzipiert. Zum Set gehört eine tapered Carbongabel.

Das Ganze riecht eher nach Sport als gemütlicher Tour, wofür auch die fehlenden Schutzblech- und Gepäckträgerösen sprechen.

Caminade-Gravel-2

Caminade-Gravel-1

Die Rahmen- und Gabelfarbe sind individualisierbar. Das Caminade Gravel gibt es in 3 Größen. Kompletträder starten ab 3.499 Euro. Das Rahmenset kostet ohne Gabel 1.799 Euro, mit Columbus-Gabel 1.999 Euro und mit ENVE-Gabel 2.199 Euro.

Caminade-Gravel-3

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Nach den Meistern Miyamura und Cardoso wurde mir ein weiterer brasilianischer Rahmenbauer zugespielt (danke  Richard!), den ich bisher noch nicht kannte.

Klaus Poloni klingt nicht wirklich brasilianisch, aber nur, wenn man die vielen Brasilianer mit deutscher Abstammung außer Acht läßt. Es spielt ohnehin keine Rolle, denn wie Ihr wisst, zählt nur das Ergebnis. Und das kann sich durchaus sehen lassen, wie die folgenden Stahlrahmen-Beispiele zeigen.

Viel mehr weiß ich leider auch nicht.

KlausPoloni-Audax

KlausPoloni-Rennrad

KlausPoloni-Trackbike

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Auch Legende Tom Ritchey springt auf den schier unaufhaltsamen Fatbike-Zug auf und präsentiert mit dem Ritchey Commando eine eigene Interpretation.

Ritchey-Commando-1

Die Daten: Stahlrahmen und Stahlgabel aus Ritchey Logic II Rohrsatz, womit ein mehrfach konfizierter 4130 CroMo Rahmen nach eigener Spezifikation gemeint ist. Dazu gibt es ein nicht getapertes Steuerrohr mit integriertem 41,8 Steuersatz, Nabeneinbaubreiten von 135mm vorne bzw. 170mm hinten und eine Reifenfreiheit von max. 3,8 Zoll.

Ritchey-Commando-2

Das Ganze ist mit hydraulischen Scheibenbremsen kompatibel und kommt ausschließlich als Rahmenset in 4 Größen. Achja: Anlöter für Gepäckträger sind inklusive. Kostenpunkt: 1.000 Dollar, was dann wohl auch grob dem Europreis entsprechen dürfte.

Übrigens: bei der Ritchey Mountain Bike Challenge 2015 mit insgesamt 8 Rennen wird es erstmals auch eine Wertungsklasse für Stahlrahmen-MTBs geben. Unter allen Teilnehmern wird ein Stahlrahmen als Preis verlost: wahlweise der P-650B oder der P-29er.

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