Neben Holdsworth gehört auch Claud Butler zu den traditionellen britischen Bikemarken mit langer Historie, die sich bis heute gehalten haben, deren Angebot aktuell aber nahezu ausschließlich den Massenmarkt adressiert (Holdsworth und Claud Butler gehören heute übrigens zur selben Unternehmensgruppe).

Im Produktsortiment von Claud Butler finden sich deshalb neben günstigen Alu- und Stahl-Komplettbikes nur ein einziges höherwertiges Stahlbike mit zumindest minimalem Traditionsbezug.

Der Claud Butler Dalesman Randonneur basiert auf einem geschweißten Stahlrahmen aus Reynolds 631 Rohrsatz mit leichtem Slope und Stahlgabel aus Reynolds 520. In der Komplettausstattung für 1.249 Pfund (= 1.460 Euro) findet sich ein bunter Shimano-Mix von Sora über Tiagra bis Deore, Tektro Cantilever Bremsen, Schutzbleche und Heck-Gepäckträger.

Das Ganze wirkt pragmatisch und solide, letztendlich aber doch irgendwie lieblos zusammengewürfelt und verströmt leider gar keinen Charme. Aber es soll ja Menschen geben, denen das nichts ausmacht.

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Wenn man als Fahrradhersteller überleben will, muss man sein Angebot natürlich den Kundenwünschen anpassen und dementsprechend weiterentwickeln. Wobei immer die Frage bleibt, ob das Produktsortiment den Wünschen der Kunden entspricht oder ob sich der Kunde den Vorstellungen des Herstellers anpasst … die Frage nach dem Huhn und dem Ei.

Den britischen Traditionshersteller Holdsworth gibt es bereits seit 1927. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts begann das Unternehmen damit, einerseits den Massenmarkt mit Serienrädern zu beliefern, während in der Originalwerkstatt weiterhin Stahlrahmenbikes auf Mass gefertigt wurden.

Und wie es dann so kommt (wenn man sich dazu entschließt), ist heute allein Masse das Maß der Dinge. Allerdings gibt es derzeit das hübsche Rennradmodell Holdsworth Professional in einer limitierten Auflage, das ein wenig die gute alte Zeit wiederbelebt: mit gemufftem Stahlrahmen aus Reynolds 725, schlanker Carbongabel, die ziemlich harmonisch ins Gesamtbild passt und kompletter Campagnolo Athena Ausstattung sowie Campa Scirocco Laufrädern ist das Bike in adrettem Orange aus meiner Sicht ein stimmiges Gesamtpaket.

Allerdings scheint es auch damit bald vorbei zu sein: die aktuelle Preissenkung von 2.500 Pfund auf günstige 1.700 Pfund (= 2.000 Euro) deutet auf ein Auslaufmodell hin. Schade, aber wer weiß, was noch kommt.

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Das ChowPourianLab in Hongkong ist ein Designstudio, das von Mode und Ilustrationen über Klamotten und Schmuck bis zu Möbeln alles Mögliche entwirft. Was könnte also näher liegen, als sich dem allgemeinen Fahrradtrend anzuschließen und ein cooles Bike zu gestalten. Und was könnte wiederum in Hongkong näher liegen, als dieses Street Bike Elektrokatze zu nennen (die Geschichte dazu gibt es hier).

Und hier ist sie, die Elektrokatze im Prototypenstatus – mit einem Stahlrahmen, der Space Frame, Mixte und Jeff Jones Truss Fork auf kleinen 20 Zoll Laufräden in einer eigenen Mischung kombiniert.

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Für alle, die es noch nicht wissen: Tour de Suisse ist nicht nur eines der wichtigsten Vorbereitungsetappenrennen vor der Tour de France, sondern auch eine eidgenössische Fahrradmarke.

Im breiten Sortiment finden sich jede Menge Aluräder für den städtischen, touristischen und sportlichen Alltag sowie einige wenige Stahlmodelle:

Das Tour de Suisse Fernweh macht schon namentlich aus seinem gedachten Einsatzgebiet keinen Hehl. Es kommt als reinrassiges Reiserad mit robustem Stahlrahmen, Stahlgabel, 26er Laufrädern und allem, was man zum Reisen braucht. Die Kompletträder-Palette reicht von der Deore-Ausstattung mit V-Brakes für 1.850 CHF (= 1.475 Euro) bis zum High-end Reisemobil mit Rohloff Speedhub und Scheibenbremse für 3.599 CHF (= 2.865 Euro).

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Cargo-Bikes gibt es mittlerweile in unterschiedlichsten Spielarten: als Frontlader, Mittellader oder Hecklader, die man auch Longtail nennen kann.

Das Xtracycle Edgerunner ist als Longtail-Lastenrad aus zwei Gründen besonders interessant: das kleine 20 Zoll Hinterrad verlagert den Schwerpunkt nach unten, verlängert den Radstand (und die Ladefläche), ohne dass das Rad insgesamt länger wird und hält jede Menge Gewicht aus. Und: an der Konstruktion des Edgerunners war Highspeed-Radler und Stahlrahmenbauer Sam Whittingham aka Naked Bicycles massgeblich beteiligt.

Das Edgerunner gibt es als Rahmenset aus 4130 CroMo und knapp über 7kg Gewicht für 899 Dollar (= 700 Euro) oder als Komplettbike mit 21,8kg Gewicht für 1.999 Dollar (= 1.550 Euro), allerdings ohne Plattform, Gepäckträger, Taschen und was man sonst noch zum Transportieren braucht.

Darüber hinaus gibt es noch eine E-Bike-Variante Edgerunner Electric mit 900 Watt Hinterradmotor (bei 48V) für 3.699 Dollar (= 2.880 Euro).

Hier noch ein hübsches Video, das zeigt, was man mit dem Edgerunner alles transportieren könnte:

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Ihr erinnert Euch vielleicht noch an das aberwitzige Donhou Landspeed, das der britische Rahmenbauer Tom Donhou bei Bespoked Bristol 2013 präsentierte und mit dessen Hilfe und dem gigantischen 104 Zähne Kettenblatt er satte 100 Meilen pro Stunde erreichen wollte.

Hier ein längeres Filmchen von der Messe, in dem Major Tom über das Rad, die Idee dazu und erste Testfahrten bis schlappe 60 Meilen pro Stunde berichtet.

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Paul Budnitz hat seine ohnehin schon bemerkenswerte Palette an maximaleleganten Tourern bzw. City-Bikes um eine fünfte Variante erweitert: Budnitz No. 5.

Das Rad ist wie immer eine enorm elegante Interpretation des klassischen Mixte-Rahmens mit sanft geschwungenem Doppel-Oberrohr.

Die Nummer Fünf gibt es mit Stahlrahmen oder Titanrahmen, Gates Carbon Riemenantrieb, Singlespeed-Konfiguration mit White Industries Nabe, mechanischen Scheibenbremsen in 7 Farben ab 2.500 Dollar (Stahl) bzw. 4.800 Dollar (Titan). Das Bike kann jedoch gegen Aufpreis z.B. mit Shimano Alfine 11 Nabenschaltung, Schutzblechen und Heck-Gepäckträger sowie jeder Menge Accessoires individuell bestückt werden.

Was soll ich sagen: ist es nicht einfach bildschön?

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Mit E-Bikes kenne ich mich nicht wirklich gut aus. Dennoch fällt sogar mir auf, dass es ziemlich wenige Pedelecs mit Stahlrahmen gibt, was allerdings der normalen Verteilung bei allen anderen Rädern entspricht und deshalb nicht weiter überraschend ist.

Schön, wenn einem dann doch mal ein stählernes Elektrofahrrad begegnet, wie das Upstart des britischen Herstellers Momentum Electric.

Das Upstart ist bewusst simpel konzipiert: mit geschweißtem Diamant-Stahlrahmen und Unicrown-Stahlgabel, ohne Federgabel und gefederte Sattelstütze, Gepäckträger und Schutzblechen. Für Vortrieb sorgt ein Vorderradmotor mit 250 Watt. Der 324 Wh Akku soll maximal 55km unterstützen. Als Schaltung kommt eine SRAM Automatix 2-Gang-Nabe zum Einsatz, in Kombination mit dem Momentum-eigenen AUTORQ Sensor, der die Power der Elektrounterstützung automatisch dem aktuellen Drehmoment anpasst.

Die Platzierung des Akkus hinter dem Sitzrohr verlängert den Radstand natürlich enorm und dürfte das Fahrgefühl eher in Richtung Stabilität als Spritzigkeit verlagern. Tektro Rennbremsen sollen das Ganze wieder verzögern. Witzigerweise wird das Gesamtgewicht des Pedelecs auf der Website mit 23kg angegeben, während es auf dem Datenblatt nur niedrige 19kg sind, was mir bei der spartanischen Ausstattung realistischer (und wünschenswerter) erscheint.

Das Momentum Upstart kostet orginal 1.095 Pfund, das entspricht ca. 1.300 Euro.

 

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Die Truppe von Rapha Continental war im März wieder einmal auf ihren Stahlrennern unterwegs, um “epische” Strecken zu befahren und wirkungsvoll in Szene zu setzen. Dieses Mal war u.a. ein Teil der Bryan Chapman Memorial Audax-Strecke von 600km mit dem Snowdon als Höhepunkt dran, der mit 1.085m höchste Berg in Wales. Das Wetter schien nicht so ganz optimal gewesen zu sein, was der Epik der Fahrt aber mit Sicherheit äußerst zuträglich war.

Wie immer bei Rapha ergeben die Bilder und Begleitmusik ein harmonisches, sehenswertes und hörenswertes Ganzes, das ich Euch hiermit näherbringen möchte.

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Neues von den Klassikfreunden von Velo Orange: im Herbst 2013 soll ein Randonneurrahmen mit dem klingenden Namen Pass Hunter das Licht des Marktes erblicken, als flotte Ergänzung zu den eher Touren-orientierten Modellen Campeur und Polyvalent.

Der Pass Hunter wird mit geschweißtem Stahlrahmen und Stahlgabel kommen. Hervorzuheben sind die um das Oberrohr geführten Sitzstrebenspitzen und die tolle Gabelkrone. Anders als bei den anderen 1 Zoll Modellen wird die Gabel in 1 1/8 Zoll Variante erscheinen. Gebremst wird klassisch über Cantisockel. Die Geometrie soll Sportlichkeit und Tourentauglichkeit verbinden, Schutzblech- und Gepäckträgerbefestigungen sind bei VO sowieso selbstverständlich.

Das Ganze soll als Rahmen-/Gabelset im Herbst 2013 für unter 600 Dollar käuflich zu erwerben sein – ausschließlich in rot, wie hier beim Prototyp zu sehen!

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