Rob English zählt zu den ungewöhnlichsten Rahmenbauern dieses Erdballs. Seine Kreationen mit dem charakteristischen filigranen Hinterbau richten sich öfter an die schnelleren Jungs und Mädels auf der Straße als an den gemütlichen City-Biker. Wobei Ausnahmen gerne die Regel bestätigen.

English_Racing_1

English_KittyCargo_1

Aber momentan kann Rob keine Rahmen bauen, und das wird in nächster Zukunft auch so bleiben. Denn ein schwerer Radunfall hat ihn jede Menge gebrochene Knochen gekostet. Kein Rahmenbau – keine Einnahmen – kein Spaß für selbstständige Rahmenbauer und faktisch existenzbedrohend.

Aktuell versteigert Talbot Frameworks aus UK einen Custom Rennradrahmen zugunsten von Rob English. Alles über das Rad findet Ihr direkt dort (es ist wirklich custom, das hier gezeigte ist nur ein Beispiel). Mitbieten lohnt sich … nicht nur wegen der guten Sache.

Talbot_English

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Wieder einmal hat mir ein freundlicher Lesertipp eine neue Erkenntniss und einen bislang unbekannten Stahlrahmenbauer beschert (danke Herbert!). Wusstet Ihr, dass es in Griechenland einen Bike-Hersteller gibt, der sämtliche Bikes eines gar nicht kleinen Sortiments selbst fertigt – aus Carbon, Alu und Stahl?

Fidusa rund um Gründer George Voyatzis baut Räder schon seit fast 30 Jahren auf der Insel Rhodos. Fidusa Bikes werden auch von Amateuren und Profis genutzt und wurden bereits bei über 200 nationalen Meisterschaften auf der Straße und Bahn eingesetzt.

Heute bietet Fidusa ein ziemlich breites Sortiment für Straße, Bahn, Gelände, Stadt und Reise. Das Besondere: wenn ich es richtig verstehe, werden sämtliche Bikes, egal ob Carbon-Renner für 6.000 Euro oder Alu-Citybike für 900 Euro produziert – nicht etwa in Taiwan, sondern auf Rhodos!

Natürlich zählen auch ein paar Stahlrahmen-Bikes zum Programm, vom maßgefertigten Retro-Rennrad mit gemufftem Columbus SLX Rahmen über ebenfalls maßgebaute Singlespeeder in verschiedenen Ausstattungsvarianten mit Columbus SL Rahmen bis zum überraschenderweise ebenfalls auf Maß produzierten City-/Trekkingbike mit Columbus Cromor Rahmen. Alles als Komplettrad erhältlich oder als Rahmen-/Gabelset zu absolut vernünftigen Preisen.

Fidusa_1980-Deluxe

Fidusa_1980_Singlespeed-white

Fidusa_Trekking

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Spenden sind in der Regel gut und hilfreich, egal ob als Geld- oder Sachspende, ob von Privatleuten oder Unternehmen. Schön auch, wenn sich Fahhradhersteller, Rahmenbauer, Bike-Restauratoren und Fahrradgeshäfte an Spendenaktionen beteiligen oder diese sogar selbst starten.

Bei Biascagne Cicli, den Restauratoren und Rahmenbauern aus dem italienischen Treviso gibt es schon seit 2010 die Aktion Forgood. Hier wird jedes Jahr ein spezielles Bike gebaut bzw. restauriert und neu aufgebaut und für einen guten Zweck verkauft.

Für 2014 ist das folgende Bahnrad am Start. Der gemuffte Stahlrahmen aus Columbus Spirit Keirin Rohrsatz mit schöner Doppelplattenkopf-Gabel wurde vom Rahmenbauer Gabriel Adito gefertigt. Die Lackierung stammt vom Künstler John Motta. Dazu gibt es einen Brooks Cambium Sattel, Shimano Golden Arrow Kurbel, Gimondi Lenker mit 3ttt Vorbau.

Der Preis für das Bike liegt bei 1.500 Euro. Der komplette Erlös der Aktion geht an das Duchenne Parent Project, das sich mit der Erforschung der Duchenne-Muskeldystropie bei Kindern beschäftigt.

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Für 2015 kommt Neues von Genesis aus UK: Das Genesis Tour de Fer macht aus dem Sport-Tourer Croix de Fer eine echte Reisevariante. Die wesentlichen Unterschiede liegen im stabileren Stahlrahmen, längeren Radstand und tieferen Schwerpunkt, um auch das Fahren mit schweren Taschen besser auszubalancieren.

Genesis_tour-de-fer_1

Dazu gibt es eine breitere Übersetzung durch MTB-Dreifach-Kurbel und entsprechende Kassette. Geschaltet wird mit Microshift Lenkerendschaltern, gebremst mit meachnischen TRP Spyre-C Scheibenbremsen. Das Ganze soll komplett mit Gepäckträgern und Schutzblechen 900 Pfund (= 1.130 Euro) kosten, was es eher zu einem Einsteiger-Reiserad macht, das man aber sicher auch hochwertig aufrüsten kann.

Eine weitere Neuigkeit für 2015 bei Genesis ist das halbfette Genesis Longitude MTB mit Stahlrahmen und Starrgabel. Mit Gepäckträgerösen vorne und hinten eignet sich das Bike mehr für den Reiseeinsatz und rauhere Bedingungen. Die Slider-Ausfallenden erlauben Singlespeed-Antrieb, Nabenschaltung und Kettenschaltung.

Genesis_Longitude

Die Reifenfreiheit beträgt 3 Zoll, gebremst mit mechanischen TRP Spyke Scheibenbremsen, der Antrieb bietet eine Dreifach-Kurbel (40/30/22). Auch hier wird die Komponentenauswahl eher auf den Einsteiger zielen, der das Ganze später hochwertiger aufrüsten kann, wofür auch der Komplettpreis von 1.000 Pfund (= 1.250 Euro) spricht.

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Es soll ja weiterhin radfahrende Menschen geben, die ihr Handy wenig benutzen, meist ausgeschaltet lassen und überhaupt mit den scheinbaren Vorzügen der permanenten Erreichbarkeit und Daten-Aggregation nichts anfangen können.

Für alle anderen gibt es das Sony Stadtheld. Die Kooperation von Sony und Stilrad mündet in einer Kombination aus Citybike, Smartphone und Fitness-Armband, die für den/die eine oder andere/n eventuell sinnvoll und wichtig sein könnte.

Sony_Stadtheld

Das Bike besitzt vernünftigerweise einen gemufften Stahlrahmen mit Stahlgabel. Dazu kommen eine 3-Gang-Nabenschaltung und Shimano Trommelbremsen. Beides dürfte für gemäßgten Stadtgebrauch ausreichen. Rahmen, Felgen, Sattel, Schutzbleche, Kettenschutz und Reifen (und Smartphone und Armband) kann man farblich ziemlich bunt zusammenstellen.

Das Smartphone Sony Xperia Z2 kann man am Spezial-Vorbau befestigen und per Nabendynamo dauerhaft mit Dauersaft versorgen.

Das Sony Smartband SWR10 Fitness-Armband hilft einem dabei, die körperlichen Daten (inklusive Surf- und E-Mail-Verkehrsdauer und was sonst noch Existenzielles anfällt) zu dokumentieren. Schließlich möchte man über sich selbst immer auf dem Laufenden bleiben (bzw. … dem Radelnden … pardon ;o)

Übrigens I: Das Ganze gibt es in limitierter Auflage unbekannter Stückzahl für 2.080 Euro. Bei nur auf die Schnelle recherchierten Einzelpreisen von 60 Euro (Smartband) und 500 Euro (Xperia Z2) bleiben knapp 1.500 Euro für ein unterdurchschnittlich ausgestattetes Citybike übrig. Leicht realitätsfern! Das riecht mir doch eher nach einer Marketingaktion ohne Umsatzdruck.

Übrigens II: Spiegel Online hat das Sony Stadtheld mittelausführlich getestet und ein paar Fotos mehr. Hier geht’s zum Bericht.

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