Mal wieder etwas Neues und Schönes aus Frankreich. Nein, damit meine ich nicht die Fußball EM, sondern den ziemlich frischen Rahmenbauer La Fraise Cycles aus Roubaix. Das bedeutet übrigens sowohl “Erdbeere” als auch “Fräse”. Sucht Euch was aus ;o)

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Den Vornamen des Protagonisten konnte ich nach umfangreichen Recherchen mit Andreas ermitteln, den Nachnamen nicht (Nachtrag: der Nachname ist Behrens, s. Kommentar!!!). Aber was sind schon Namen, wenn man so hübsche Stahlrahmen-Bikes baut und dabei meiner bevorzugten Fillet Brazed Verarbeitung ebenfalls den Vorzug gibt. Wobei auch die Muffe nicht zu kurz kommt. Hier ein paar Beispiele:

LaFraise-Keirin

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LaFraise-Roadbike

LaFraise-Urban-FixedGear

LaFraise-Urban-Porteur

Über die neue Fahrradproduktionswelle in Detroit, die dem Niedergang der Automobilproduktion etwas entgegensetzen soll, habe ich schon einmal vor knapp 3 Jahren geschrieben.

Im damaligen Beitrag war auch von Detroit Bikes die Rede, die günstige Alltagsräder mit Stahlrahmen in größeren Stückzahlen herstellen. Und die aktuell tatsächlich der größte Fahrradproduzent in Nordamerika sind, d.h. mit Rädern, die in den USA gefertigt werden.

Diese Produktionskapazität setzen Detroit Bikes jetzt für ein Jubiläumsrad zum 25jährigen Bestehen der New Belgium Brauerei ein. Von dem Cruiser mit Stahlrahmen sollen allein im ersten Jahr satte 2.500 Stück produziert werden. Über das Rad selbst weiß ich nichts, aber das ist vielleicht auch nicht so wichtig.

Detroit-Bikes-NewBelgium-Cruiser

Mehr über Detroit Bikes und die Partnerschaft mit New Belgium gibt es in folgendem Video:

Velomo aus Weida südlich von Gera kennt man gemeinhin als Entwickler und Hersteller von Liegerädern und Trikes (natürlich) mit Stahlrahmen. Auch die Website bietet keinen Hinweis, dass sich daran irgendetwas geändert haben könnte.

Aber zum Glück gibt es treue Leser (danke Marcus!!!) und Facebook. Hier erfährt man, dass die Velomobilisten zwischendurch auch Mal Custom Bikes anderer Machart (natürlich) mit Stahlrahmen bauen. Beispielsweise die beiden folgenden Rennräder.

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Der sehr schnittige grüne Aero-Renner mit tropfenförmigen Rohren für Stahlrahmen und Stahlgabel, integrierter Sattelstütze und hinter der Gabel bzw. unter das Tretlager montierte Bremsen kommt auf 1.700 Gramm Rahmengewicht. Das weiße Rennrad wiegt komplett 7,8 kg. Mehr weiß ich leider auch nicht. Aber einen Blick sind beide Bikes auf jeden Fall wert.

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Für Freunde von Allround-Bikes oder Allroad-Bikes oder Gravel-Bikes mit Scheibenbremsen, oder wie man auch immer diese Gattung nennen mag, dürfte das Brother Kepler mit dem entdeckungsfreudigen Namen ein interessanter Kandidat sein.

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Das Brother Kepler gibt es als Rahmenset für 439 Pfund (= 560 Euro) oder als Komplettrad mit den Lackierungen “Stealth” bzw. “Sunset” für 1.399 Pfund (= 1.780 Euro). Darüber hinaus ist auch ein Rahmenset mit Cantisockeln für 399 Pfund (= 510 Euro) zu haben.

Brother-Kepler-1

Am Universalundüberalleinsatz-Bike mit geschweißtem Stahlrahmen aus 4130 CrMo und Unicrown-Stahlgabel ist alles dran, was man braucht: SRAM Apex 2 x 10 Gruppe, mechanische Hayes CX Expert Scheibenbremsen, solide Laufräder mit Alex Felgen und Formula Naben sowie Anlöter für Gepäckträger hinten und vorne sowie Schutzbleche. Die Reifenfreiheit beträgt max. 700 x 42 mm.

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Alles nichts dramatisch Besonderes, aber bei dieser Art Bike kommt es ja meist auf den besten Kompromiss an. Zum Glück gibt es beim Brother Kepler kein 44mm Steuerrohr und alberne PressFit Tretlager. Dafür 5 Rahmengrößen.

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Man kann ein Stadtrad auch Café Racer nennen, dann klingt es cooler. Aber letztendlich ist es völlig egal, wie man ein Rad benennt. Entscheidend ist auf’m Platz. Und da ist das neue Milan von Brenner Cycles aus Regensburg eindeutig ein Citybike mit starker Anlehnung an einen klassischen Halbrenner.

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Der gemuffte Stahlrahmen des Brenner Milan wird in einer italienischen Manufaktur aus Dedacciai Zero Uno Rohrsatz produziert. Die Komponentenwahl kommt nicht aus der Billigecke: SRAM Automatix 2-Gang Antrieb mit Rücktrittbremse, FSA F. Gimondi Kurbel,  Tange Seiki Steuersatz, Nitto Vorbau, Cycles Grand Bois Promenade Lenker.

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Gebremst wird vorne mit der Sturmey Archer Trommelbremse, die gut zum Style des Rads passt. Die Ledergriffe stammen nicht von Brooks, Gyes etc., sondern werden von der Lederwerkstatt Jonas Mumm handgenäht. Mehr Leder findet sich im Brooks B17 Sattel. Auch auffallend ist die LightSkin Sattelstütze mit integriertem Rücklicht. Die fette Reifenfreiheit erlaubt Schwalbe Fat Frank 50-622 Pneus.

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Das Brenner Milan gibt es in einer Kleinserie von nur 50 Stück in nur einer Größe in Farbe Cremeweiß zum Preis von 1.190 Euro. Durchaus fair wie ich finde. Netterweise zeigt einem der Einkaufsbereich der Website den aktuellen Lagerbestand an. Stand heute (8. Juni 2016) sind noch 47 Stück zu haben. Aber es geht ja auch gerade erst los …

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