Beim Anblick der Räder von Ascari Bicycles aus Portland gerate ich in einen Zwiespalt: einerseits begeistert mich die enorme Liebe zum Detail und die Kreativität der beiden Macher Helio Ascari und Gary Mathis. Auf der anderen Seite verwandelt sich dadurch das Fahrrad als Ausdruck puristischer Fortbewegung und eines gewissen Understatements (dem ich gerne nachhänge) in ein etwas selbstverliebtes Objekt, das eher zum stillen Betrachten desselben in einem Showroom einlädt als zum Fahren. Diese ganzen Leder-Fesselspiele sind mir schlicht und einfach zu viel. Und sie nehmen dem Rad in meinen Augen mehr, als sie ihm geben.

Ascari-Mixte-1

Ascari-Mixte-2

Aber genauso, wie die beiden Ascaristen sich für diese Nische entschieden haben, kann jeder für sich entscheiden, ob ein Ascari dem eigenen Geschmack und Geldbeutel entspricht. Immerhin: wie man auch als junges Bike-Unternehmen (gegründet 2012) jede Menge Aufmerksamkeit bekommt, wissen die beiden ziemlich gut, wenn man sich den Pressespiegel anschaut. Aber das gehört eben auch dazu.

Ganz unten gibt’s übrigens noch das obligatorische und unverzichtbare, Musik-untermalte Werkstatt-Video:

Ascari-Copper-1

Ascari-Copper-2

Ascari-King-2

Ascari-King-1

Ascari-Royale-2

Ascari-Royale-1

Jetzt mit anderen Stahlrahmen-Fans teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Webnews
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Oneview
  • Technorati
  • TwitThis

Nachdem mich nun schon zwei Leser auf die neuen Stevens Race Classic Retro-Modelle in Stahl  aufmerksam gemacht haben (Danke Stefan & Frank), kann ich mir diesen Beitrag nun wirklich nicht mehr ersparen … was ich ohnehin nicht getan hätte, denn die drei Modelle sind durchaus der Erwähnung wert. Übrigens fuhr ich vor ca. 15 Jahren auch einmal ein Stevens 7.1.2 Stahl-MTB, das ich nach kurzer Zeit (leider) wieder verkaufte, als ich feststellte, eigentlich kein MTB-Fahrer zu sein … aus heutiger Sicht: schade!

Wie auch immer. Die drei Stahlmodelle wurden entwickelt, um dem Millionsten Stevens-Rad zu huldigen, das bereits im Mai 2013 produziert wurde. Als da wären:

Stevens 91 Road. Das Rennrad mit gemufftem Stahlrahmen und Stahlgabel aus 4130 CrMo, verchromten Muffen, Ausfallenden und Kettenstrebe, Metall-Headbadge und klassischer Geometrie. Erhältlich in 3 Größen und 2 Blautönen für ziemlich akzeptable 799 Euro (inkl. verchromtem Tange Levin Steuersatz).

Stevens-91-road-pearl-blue-2

Stevens-91-road-pearl-blue

Stevens-91-road-royal-blue

Stevens 91 Tour. Der Randonneur mit vergleichbarem Rahmen, aber tourentauglicher Geometrie sowie Anlötern für Schutzbleche, Gepäckträger und Stahlgabel mit Canti-Sockeln. Nur in British Racing Green für 799 Euro.

Stevens-91-tour-green

Stevens 91 Singlespeed. Der gemuffte Eingängler ohne Verchromungen, dafür in etwas gewöhnungsbedürftigem Kaffee-Cappuccino-Braun. Ebenfalls für 799 Euro.

Stevens-91-singlespeed-coffee

Ich würde sagen: 3 hübsche Retro-Grundlagen für Individualaufbauten zum erschwinglichen Preis.

Jetzt mit anderen Stahlrahmen-Fans teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Webnews
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Oneview
  • Technorati
  • TwitThis

Klassische Randonneure im Constructeur-Stil sind wieder en vogue. Während sich die meisten Radler damit zufrieden geben, den klassischen Look zu bekommen, setzen sie oft auf moderne Technik wie Nabendynamos, Renn- oder Scheibenbremsen und 10-fach Kettenschaltungen oder Rohloffs.

Der folgende Randonneur von Meister Hirose setzt dagegen mit der Simplex Schaltung, Mafac Mittelzugbremsen und einer herkömmlichen Dynamo-Beleuchtung voll auf Original-Klassik. Besonders toll finde ich den kleinen Hebel an der linken Sitzstrebe zum Ein-/Ausschalten des Dynamos.

Apropos toll und kleiner Unterschied: Dieser selbstgebaute Umwerfer von Meister Hirose zeigt an einem weiteren kleinen Beispiel, was alles in der Kunst des Fahrradbaus stecken kann -  wenn man jemanden findet, der in der Lage ist, das umzusetzen.

Jetzt mit anderen Stahlrahmen-Fans teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Webnews
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Oneview
  • Technorati
  • TwitThis

Das Restaurieren schöner alter Stahl-Fahrräder ist schon längst kein schräges Hobby oder ein kurzlebiger Trend mehr, sondern ein ernstzunehmender Wirtschaftszweig innerhalb der Fahrradbranche. Mehr und mehr eröffnen Werkstätten insbesondere in den Großstädten, um den wachsenden Wunsch von Menschen mit Geschmack und Hipstern nach stylishen Rädern zu befriedigen, deren Aura und zeitloses Design von aktueller Standardware nur schwer zu erreichen ist.

Santucci-Vintage-Legnano

Santucci-Vintage-Peugeot

Santucci Cycles in (na klar!) Berlin zählt zu diesen Restauratoren. Neben dem Neuaufbau alter Rahmen (s. oben) zeichnet Dan Santucci aber auch eine Besonderheit aus, die ihn von anderen Restauratoren unterscheidet. Dank seines Teilzeit-Partners und (noch!) Privat-Restaurators Yuji Kimura konnten sie Kontakte zu japanischen Rahmenbauern wie Level und Raizin herstellen.

Auf dieser Basis bietet Santucci Cycles nun auch Custom Bikes mit feinster japanischer Maßrahmenbasis nach Kundenwunsch – bei nur 9-12 Wochen Lieferzeit ein exklusives und gleichzeitig flott realisierbares Vergnügen.

Korrektur: Ursprünglich schrieb ich hier, dass die folgenden 4 Rahmen von den genannten japanischen Rahmenbauern stammen. Falsch gedacht! Das sind ebenfalls runderneuerte europäische – und sehenswerte – Stahlrahmen. Der Kontakt zu Raizin und Level besteht aber!

Santucci-Custom-1

Santucci-Custom-2

Santucci-Custom-3

Santucci-Custom-4

Jetzt mit anderen Stahlrahmen-Fans teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Webnews
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Oneview
  • Technorati
  • TwitThis

Wer sich für einen Maßrahmen vom Rahmenbauer des Vertrauens entscheidet, hat nicht immer die selben Beweggründe: die breite Palette der Motivationen reicht von körperlichen Besonderheiten, die einen Standardrahmen verhindern, bis zum Wunsch nach einem exklusiven Unikat.

Bei Tom H. aus Hamburg gährte die Idee über zwei Jahre, bis er – mit einem ausgereiften Rohloff-Reiserad-Konzept im Gepäck – den Gang zu Sven Krautscheid nach Bochum antrat. Das allein ist noch nicht so sehr der Erwähnung wert. Viel interessanter wird die Geschichte dadurch, dass Tom sich sein Traumrad über 2 Jahre im wahrsten Sinne des Wortes zusammensparte – in Form von Zwei-Euro-Münzen, die er – mit freundlichem Einverständnis von Meister Krautscheid – zur Barzahlung seines Traumrahmens nutzte.

Tom-Krautscheid-Rohloff-8

Das Ergebnis seht Ihr hier: Ein Randonneur mit Fillet Brazed Stahlrahmen aus Columbus Zona, Rohloff Speedhub mit Co-Motion Shifter für Rennlenker sowie hydraulischen TRP Hylex Scheibenbremsen. Der Laufradsatz mit stammt von Light-Wolf aus Dresden, die Schutzbleche sind natürlich von Gilles Berthoud und als Kurbel dient die gute alte Shimano XTR M900. Der Rahmen ist übrigens doppelt klargepulvert.

Tom-Krautscheid-Rohloff-1

Tom-Krautscheid-Rohloff-2

Tom-Krautscheid-Rohloff-5

Tom-Krautscheid-Rohloff-6

Tom-Krautscheid-Rohloff-9

Jetzt mit anderen Stahlrahmen-Fans teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Webnews
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Oneview
  • Technorati
  • TwitThis