Was tut man, wenn eine 25er Jubiläumsgruppe der Shimano Dura Ace im Köfferchen rumliegen hat? Na klar, man organisiere sich einen echt exotischen Rennrad-Stahlrahmen aus Japan und baue das Rad damit fachmännisch auf.

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Das Ergebnis von GS Velo aus Dresden (auch bekannt mit der Eigenmarke Gabriel) kann sich durchaus sehen lassen. Der nur klarlackierte Fillet Brazed  Yasujiro-Rahmen (= eine Marke des Rohrherstellers Tange) blinkt in gleichem Maß wie die schönen Dura Ace Komponenten. Gemeinsam mit den Dura Ace Laufrädern ergibt sich ein nicht alltägliches, harmonisches Ganzes, ohne komplett retro zu wirken.

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Ein “Rough Stuff” Bike ist so ziemlich genau das, was der Name beschreibt: ein Bike für rauhe Bedingungen.

UK-Rahmenbaulegende Roberts beispielsweise versteht darunter bereits seit den 80er Jahren ein robustes Touren-MTB mit 26 Zoll Laufrädern, entspannter Sitzposition, großer Reifenfreiheit und allem, was man für harte Touren braucht. Letztendlich ist das aber Interpretationssache und eine Frage des persönlichen Geschmacks, womit man sich auf rauhes Terrain begeben möchte.

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Wie auch immer: 2013 trafen sich 6 skandinavische Rahmenbauer und zelebrierten ihre individuellen Vorstellungen vom Rough Stuff Bike, als da wären:

Die Rohrsätze wurden freundlicherweise von Columbus zur Verfügung gestellt. Was konkret dabei herauskommt, wird man erst im Verlauf diesen Jahres sehen. Das folgende Video stellt die 6 rauhen Helden und Ihre Ideen vor:

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Die Kombination aus Alt und Neu, sprich: Stahlrahmen mit Retro-Elementen und Rohloff Speedhub habe ich ja auch schon an meinem Vogel Randonneur ausgiebig testen dürfen.

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Darron Sven Coppin aka SVEn Cycles geht hier in einem Kundenprojekt einen noch extremeren Weg: der filigrane Stahlrahmen in klassischer Geometrie kommt mit Retro-/Vintage-Komponenten wie der sehr schönen René Herse Kurbel und Retro-Bremsgriffen ohne Zugverlegung am Lenker plus eben der Rohloff Speedhub mit Gilles Berthoud Schaltgriff. Gebremst wird mit passenden Paul Cantis, Scheibenbremsen wären bei diesem Rad sicher fehl am Platz. Sehr schön auch die im Rahmen-Look lackierten Schutzbleche.

Fazit: Sehr stimmige Kombination aus Alt und Neu. Kompliment auch an den Kunden für seinen guten Geschmack.

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Die ungewöhnlichen Rahmenkonstruktionen von Van Hulstejn kann man getrost schon heute als Design-Ikonen bezeichnen, auch wenn sie erst wenige Jahre auf dem Markt sind.

Die Auktionsexperten von Sotheby’s waren offensichtlich ebenfalls dieser Meinung und fragten freundlich bei Herman van Hulstejn an, ob man vielleicht eine kleine Special Edition mit 9 Exemplaren auf die Felgen stellen könne, um diese an die meist solvente Kundschaft zu verkaufen.

Klar, dass man sich als Rahmenbauer hier nicht lumpen lassen kann und etwas wirklich Besonderes gestalten muss, das die ohnehin schon vorhandene Exotik der Van Hulstejn-Räder auf die Spitze treibt.

Die Zutaten: Man nehme als Basis den klassischen Van Hulstejn-Rahmen aus Edelstahl und überzieht diesen mit Blattgold, das wiederum mit einem Speziallack überzogen wird, der nichts mir einer klassischen Pulverbeschichtung oder Nasslackierung gemein hat.

Urushi ist eine traditionelle japanische Lackier-Technik, bei der das Material aus dem Saft des Lackbaums gewonnen wird, der in heimischen Vorgärten nur schwer zu finden sein dürfte. Der Saft enthält ein Harz, das unter Luft und Feuchtigkeit aushärtet und eine robuste, plastikähnliche Konsistenz annimmt. Das Ganze wird auch als “natürliches Plastik” bezeichnet.

Zurück zum Rad: Das Finish der Lackierung in Kombination mit dem Blattgold wird nicht von Van Hulstejn selbst ausgeführt, sondern von zwei russischen Künstlern, die sich mit Urushi auskennen. Die Urushisierung von Rahmen, Gabel und Vorbau dauert übrigens satte 6 Monate und mündet in 9 Unikaten. Dazu gesellen sich handgefertigte, polierte Komponenten wie z.B. Bremsgriffe und Pedale und der Rochenhaut-überzogene Lenker und Sattel, was ich wiederum weniger witzig finde.

Der Preis ist unbekannt, dürfte aber bei der angestrebten Kundschaft sicher keine Rolle spielen.

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Als 1985 Richard und Nicholas Crane den Kilimandscharo mit 2 Stahl-ATBs auf dem Buckel und unter dem Hintern in Angriff nahmen, ahnten sie sicher nicht, dass knapp 30 Jahre später jemand auf die Idee kommen könnte, den Style dieser Urzeit-ATBs – und den Geist dieser Expedition – wiederzubeleben.

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Das Stanforth Kibo (“Kibo” ist der Name des Kilimandscharo-Gipfels) ist wie eine Reise in die Vergangenheit des All Terrain Bikes: Der gemuffte Stahlrahmen mit waagerechtem Oberrohr und gemuffter Stahlgabel aus Reynolds 631 wird vom namhaften UK-Rahmenbauer Lee Cooper gebaut. Das Ganze kommt scheinbar nur als Komplettbike, was ich ziemlich schade finde, denn gerade bei Retro-Stahlrahmen sollte ein Custom-Aufbau über ein Rahmen-/Gabelset möglich sein.

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Die Ausstatttung bietet u.a. einen Deore-/XT 9-fach-Antrieb mit Sturmey Archer Daumenschaltern, Deore-/Rigida Sputnik Laufräder, Brooks Sattel, Nitto-Vorbau und Genetic-Cantis. Befestigungen für 3 Flaschenhalter, Schutzbleche und Gepäckträger vorne und hinten sind eh klar. Aus den Infos geht nicht hervor, wie viele Rahmengrößen es gibt. Aber eins ist sicher: die glänzend schwarze Pulverlackierung.

Kostenpunkt: 1.395 Pfund (= knapp 1.700 Euro)

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