Wo und wie Erkki lebt weckt Sehnsüchte, aber seht selbst wo er mit seinem Kona Unit X unterwegs ist:

Not Far From Home II – Destination North from Kona Bikes on Vimeo.

Die ganze Story zum Film kann man übrigens auf dem Kona Blog nachlesen.

Euch einen guten Start in die Woche!

Diese Rakete, in Form eines Laufrades, von Veloheld ist zwar schon vor ein paar Monaten in die Umlaufbahn geschossen worden, aber noch immer in Sichtweite!

Ab 1,5 Jahren kann man nun Astronaut/in oder besser Laufrad-Pilot/in werden, wobei man hier sicher keinen Druck, sondern höchstens gesundes Interesse aufbauen sollte, denn früher oder später heben sie alle ab.In jedem Fall macht der schlichte Rahmen mit Sternenstaub-Lackierung große Lust das Fahrrad-Universum zu erkunden und so eine echte Veloheldin oder ein echter Veloheld zu werden.

Auf Wunsch auch in passender Lackierung zu Mama’s oder Papa’s Gefährt, wobei die Skinwall-Reifen von Kenda direkt Renn-Flair aufkommen lassen und unser persönliches Highlight sind.

Wer gerne ein paar technische Fakten haben will:

  • doppelt endverstärktes Hauptrohr aus 4130 CrMo Stahl
  • abschraubbare Bremssockel für optionale Mini V-Brake
  • Lenkereinschlagsbegrenzer
  • Rahmen- und Gabel-Phosphatierung für zusätzlichen Korrosionsschutz
  • 12″ Laufäder mit 100 mm Einbaubreite mit schwarzen Aluminiumfelgen
  • ca. 3,7 kg Gesamtgewicht

Bereitmachen zum Abheben?!

Die Rakete ist direkt bestellbar bei Veloheld und beginnt mit Sternenstaub-Lackierung bei 199€, wobei eine RAL-Wunschfarbe nur 25€ und eine Hinterradbremse für 15€ Aufpreis zu haben ist.

 

Wenn ihr euch in der Vergangenheit für ein vielseitiges Rad für den Alltag, oder auch fern der ausgetretenen Pfade, interessiert habt, dann seid ihr neben den üblichen Verdächtigen von Surly, sicherlich auch einmal über Bombtrack gestolpert. So schickt sich das Kölner Unternehmen in den letzten Jahren stetig an, auch in den Nischen weitere Nischen zu füllen.

Die Homepage offenbart eine breite Basis an weniger klassischen als modernen Interpretationen des Stahlrahmens.
Für die Saison 2018 wurden einige Modelle überarbeitet und neue Modelle eingeführt. Die folgenden erscheinen besonders erwähnenswert.

Bombtrack Tempest

Die neue Version des Tempest setzt ausschließlich auf Scheibenbremsen an einem geschweißten zweifach konifizierten Columbus „Cromo“ Stahlrahmen mit Steckachsen und tapered Steuerrohr.
Somit reiht sich das Tempest in die zunehmend größer werdende Riege der modernen Disc-Rennräder ein.

Gleichzeitig wird eine frauenspezifische Variante des Tempest als Tempest WMN angeboten, die sich durch eine angepasste Geometrie, sowie Farbe und Sattelwahl vom Unisex Rad unterscheidet.  Bei der Ausstattung und Preisgestaltung wurden hingegen keine Abstriche gemacht.


Preis: Rahmenset 1099,99€, Komplettrad  2.299,99 €

 

Bombtrack Audax

Wie der Name des Audax bereits vermuten lässt ist es für lange Touren auf befestigten oder asphaltierten Straßen gemacht. In der aktuellen Iteration setzt Bombtrack auf 650B Bereifung und somit Road+, was neben einem Gewinn an mehr Traktion auch mehr Komfort und geringere Ermüdung auf der Langstrecke verspricht.

Flatmount und Steckachsen finden ebenso wie am Tempest Verwendung. Die Carbongabel wird vom Hook-EXT übernommen und kommt mit ausreichend Reifenfreiheit und dem bekannten Schema dreier Ösen zur Befestigung von Taschenhaltern.


Preis: Rahmenset 999,99€, Komplettrad  2.199,99 €

 

Bombtrack Beyond ADV+

„Darüber hinaus“ sagt die Bildsprache der Beyond Räder, „darüber hinaus“ bedeutet ihre Namensgebung. Die Räder der Beyond Linie sind Mountainbikes, mit denen das Ende des Weges nicht das Ende der Reise bedeuten muss. Jüngster Spross ist das martialisch anmutende Beyond ADV+, ein massiver 4130er Stahlrahmen mit endverstärktem Rohrsatz und federgabelkorrigierter Carbonstarrgabel. Die breite Übersetzung der SRAM Eagle Gruppe, die massive 29+ Bereifung und ein Jones Lenker mit verschiedensten Griffpositionen, lassen auch lange Touren im gröberen Gelände zu.

Ein ähnlich außergewöhnliches Rad in Serie ist mir ansonsten nur in Form des ECR+ von Surly bekannt.


Preis: Rahmenset 1299,99€, Komplettrad  2.699,99 €

 

Bombtrack Bilderbuch

Eine etwas außergewöhnlichere Darstellung der Bombtrack Räder findet ihr in ihrem Bilderbuch. Dieses präsentiert ihr Produktportfolio auf 474 Seiten in äußerst geschmackvoller Art und Weise.


Vertrieb: Bombtrack in Deutschland im Einzelhandel über Traffic Distribution/Bombtrack
Bilder: Bombtrack / Jason Sellers

Tom Ritchey gab der Rahmenbauschule The Bicyle Academy vor gut einem Jahr die Ehre und wir meinen, dass das noch immer sehr sehenswert ist!

Old Skool x New School – Tom Ritchey from The Bicycle Academy on Vimeo.

Nach Episode 4 sind wir, in unserem zweiwöchentlichen Rhythmus, nun bei Noras sechster Episode ihrer Reise ans Nordkap angekommen.
Episode 5 findet ihr hier.
Eine Übersicht aller Episoden findet ihr auf Noras Blog.

RIDE YOUR BIKE! Von Nürnberg zum Nordkap in 30 Tagen. EPISODE 6: Ich packe meinen Koffer – Gear und Co.

Die letzte Episode (auf Noras Blog) endete mit der Frage, vor der jeder Abenteurer, jeder Reisende, jeder Ruhelose, früher oder später notwendigerweise steht: Was brauche ich eigentlich auf meiner Reise?

Die Gretchenfrage des Weltbürgers.

Die Faustregel des (Rad)Wanderers: Mehr ist schwer. Die Würze liegt hier also in der Fähigkeit, sich auf das Notwendige zu beschränken. Aber: Was ist denn das Notwendige, wenn nicht ein letztlich grundlegend subjektiver Begriff? Was Hänschen als existenziell notwendig empfindet, deklariert Hans als absolut sekundär. Die schlauen Bücher über Reisen sind voll von Packlisten, Gear-Tabellen und sonstigen Aufzählungen des Unentbehrlichen.

Die schlauen Bücher sind oft voll von gutgemeinten Packlisten in endloser Ausführung.

Die (Un)Entbehrlichkeit der Teleskopstange

Als ich nach dem Abi mit damals zwanzig Jahren mutterseelenallein auf meine Reise in die Mongolei aufgebrochen bin, um dort für eine Zeit lang zu arbeiten (damals noch mit dem Zug, nicht mit dem Fahrrad, nämlich mit der legendären Transsibirischen Eisenbahn), war die Packliste für die Zugreise, die ich einem Transsib-Führer entnommen hatte, schier endlos.

Als grundlegendes Tool war dort etwa auch der Wischer an der Teleskopstange angegeben, mit dem der auf alles vorbereitete Reisende in regelmäßigen Abständen die Fensterscheiben seines Abteils von außen reinigen könne, um in der Folge unbeflecktere Fotos aus dem Zugfenster heraus schießen zu können.

Ich mit damals knapp 20 Jahren auf einem Bahnsteig irgendwo kurz vor der russisch-mongolischen Grenze. Im Hintergrund die Transsib. Und der Horizont.

Kann man machen.

Muss man nicht.

Distanz wahren!

Und das ist vielleicht die treffendste Aussage, wenn man eine Reise plant und sich potentiell von all jenen Packlisten und Gear-Tipps verunsichern lässt. Es ist ohne Zweifel durchaus hilfreich, sich durch ein paar Ausrüstungslisten einschlägiger Reisender zu wühlen. Aber bitte Distanz wahren. Ich war noch auf keiner Reise, ohne nicht ein Paket nachhause geschickt zu haben mit Dingen, die mir vor der Reise noch unentbehrlich schienen.

Ich packe meinen Koffer, und nehme mit…! Die Gretchenfrage des Weltbürgers: Was ist eigentlich wichtig?

Just another acronym

Meiner Erfahrung nach gibt es letztlich nur eine Handvoll Faktoren, die wirklich grundlegend relevant sind: Kälte, Regen, Krank. Nennen wir es einmal die KRK-Regel (weil die einschlägigen Bücher auch immer gerne mit Akronymen um sich werfen). Wichtig ist: Ausrüstung gegen Regen und Kälte, damit der Körper nicht auskühlt. Und Medizin bzw. Ersatzteile, wenn wir oder unser zweirädriger fahrbarer Untersatz schwächeln. Oder entsprechende Möglichkeiten, Hilfe zu rufen, damit wir weiter kommen. Im Notfall zumindest bis zur nächsten medizinischen Versorgung.

KRK ist basal, klar.

Aber darauf aufbauend kann dann jeder selbst entscheiden, was er oder sie als notwendig empfindet. KRK ist unentbehrlich. Der Rest ist weitgehend subjektiv-relativ.

KRK – Wichtig ist nur wenig. Eine Cap ist aber natürlich essentiell ;)!

Was brauche ich eigentlich wirklich im Leben?

Anstatt endlosen Packlisten nachzufolgen, kehren wir zurück zu der Frage Was brauche ich eigentlich auf meiner Reise? und schieben noch ein kleines „wirklich“ hinein: Was brauche ich eigentlich wirklich auf meiner Reise?

Und wer einmal anfängt, die Teleskopstange wieder aus seinen Packtaschen zu nehmen und Dinge aus- statt einzupacken, der wird bald feststellen, dass die Frage Was brauche ich eigentlich wirklich auf meiner Reise? größer wird, weiter, sich ausdehnt und mehr und mehr Raum einnimmt und schließlich in eine ganz andere Frage mündet:

Was brauche ich eigentlich (wirklich) im Leben?

Einfach mal losfahren!

Losfahren!

Denn: Wir können nicht Ballast auf Reisen von uns werfen, ohne dass diese Befreiung vom Unnötigen, diese Entscheidung über (für uns) Wichtiges und Unwichtiges auch – oft unmerklich –  andere Bereiche unseres Lebens betrifft.

Wir lassen dann nicht nur die Teleskopstange zurück, sondern auch den hortenden Teil unseres Ichs, der seine Furcht vor dem Unbekannten, dem Fremden, der Ferne, dadurch zu kompensieren versucht, indem er sich auf alles nur denkbar Mögliche vorbereitet. Was, und das wissen wir doch eigentlich alle, schlicht unmöglich ist.

Also lassen wir doch die Teleskopstange daheim, allen unnötigen Ballast. Und unsere Furcht.

Fahren wir einfach los.

Und in der nächsten Episode:

EPISODE 7: Digitalize now! Über die Nostalgie der haptischen Karte


Episode 5 auf Noras Blog
Episode 4
Episode 3
Episode 2
Episode 1

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Bilder: Nora Beyer
Text: Nora Beyer / André Joffroy