Gestern kam es per Post: mein renovierter Nöll T3 Trekkingrahmen, der mich treu, enorm komfortabel und stabil und gelegentlich sogar sportlich über die letzten 17 Jahre begleitet hat. Nach dieser langen Zeit hatte er durchaus eine kleine Erfrischung verdient. Und die gab es jetzt: mit einer neuen Pulverlackierung im wirklich coolen RAL 7023 Betongrau (kommt auf dem Foto leider zu bräunlich-beige und wie immer nicht ganz so schön wie in Natura)
Warum man sich einen Maßrahmen kaufen sollte? Nun, da gibt es viele Gründe: ein merkwürdiger Körper zum Beispiel, der auf keine Standardgeometrien passt. Der süße Geschmack des Besonderen. Lust an der eigenen Individualität gepaart mit der mangelnden Anziehungskraft der Masse. Letztendlich: das eigene Ego als unwiderstehlicher Anziehungspunkt.
Mit dem weiterhin wachsenden Trend zu Vintage- und Retrobikes steigt auch die Zahl an Enthusiasten, die sich der Restaurierung von alten oder sogar historischen Rädern verschrieben haben. Dabei trennt sich diese Spezies in solche, die es mit der originalgetreuen Restaurierung besonders genau nehmen und solche, die darin eher eine individuelle Renovierung sehen und zugunsten der Funktion auch Mal auf Originalteile verzichten.
Nur kurz, weil andere hier mehr zu berichten haben: Daniele Marnati baut in Mailand handgefertigte, gemuffte Stahlrahmen in klassisch-italienischem Stil.
Auch wenn Titan nicht so ganz Stahl ist: bei dieser Schweissnaht und den daraus resultierenden feuchten Träumen kann auch der Stahlrahmen-Blogger mühelos über seinen Schatten springen.
Es gibt inzwischen jede Menge von Rahmenbauer-Videos, die grob beschreiben, wie ein Maßrahmen aus Stahl gefertigt wird. Leider fallen dabei zugunsten der visuell besonders eindrucksvollen Taten die kleinen Zwischentöne, sprich: Produktionsschritte, unter den Tisch.
Es soll ja Menschen geben, die sich vor allem auf ein Rahmenmaterial für Fahrräder stürzen und sich damit beschäftigen. Allerdings gibt es auch noch ganz andere Menschen, die sich einem einzigen Material eines einzigen Herstellers widmen: Dieses Objekt der Begierde nennt sich derzeit Columbus MAX, das bekannte Quetsch-Rohr aus den 90ern (erfunden 1987 von Columbus), das einigen noch in Form des legendären Eddy Merckx MX Leader bekannt sein dürfte.
Radversender nehmen es mit individuellen Nischen wie z.B. Stahlrahmen-bestückten Bikes nicht so sehr genau und setzen lieber auf den Massenmarkt. Trotzdem kann man natürlich davon ausgehen, dass sie aktuellen Trends nachspüren und auf Massenkompatibilität prüfen – es könnte ja ein Umsatzpotenzial darin verborgen sein.
Während von 26.-27. März die neue VeloBerlin als nächster Bike-Event des Frühjahrs lockt (kleiner Tipp für die Stahlrahmen- und Handmade-Fans unter den Besuchern: im „Palais“ findet Ihr, was Ihr sucht!), steht ein weiterer, nagelneuer Event im Mai in den Startlöchern:
Ein „Commuter“ hat erst einmal nichts mit dem heute häufig gebrauchten Fahrradtypus zu tun, sondern ist schlicht und einfach der gute alte deutsche „Pendler“. Diese Bedeutung erklärt allerdings, wie es zur Übertragung aufs Thema Fahrrad kommen konnte. Heute bezeichnet der Commuter im Großen und Ganzen einen Bike-Typ, der sich für den täglichen Ritt zur Arbeit, in der Stadt, aber auch für längere Ausflüge eignet.
Holz als Ausgangsmaterial für Bike-Parts ist sicher nicht nur eine vorübergehende Modeerscheinung, sondern insbesondere durch den wachsenden Lifestyle-Faktor in Kombination mit ökologischen Hintergedanken ein nicht aufzuhaltender (Nischen-)Trend. Aktuelle Komponenten wie Lenkergriffe, Schutzbleche (eher: Schutzhölzer), Felgen oder sogar komplette Holzräder sorgen dafür, dass Holz eine nachwachsende Bike-Renaissance erlebt.
Als freiberuflicher Texter, der seine Brötchen jeden Tag mit Kommunikation und Werbung verdient, schaue ich bei Rad-Unternehmen und Rahmenbauern gerne auch darauf, wie Sie sich im Markt präsentieren – auf Messen, im Web, in Anzeigen und sonstwo. Dabei kommt es für mich nicht darauf an, besonders laut zu schreien, sondern exakt so laut und so sprachgewandt, wie es eben der eigenen Marke entspricht – authentisch könnte man das nennen. Oder anders gesagt: man zeigt, wie man ist und repräsentiert, was man anbietet. Mehr nicht.
Die Berliner Fahrradschau ist zwar schon ein paar Tage vorbei, aber „leider“ hatte ich Urlaub und deshalb keine Zeit, meinen Messebericht aufs digitale Papier zu bringen.
Kurz was Neues aus der Schweiz: die Kollegen von bedovelo haben ein interessantes Fixed-Modell namens twin fix erfunden. Das Ganze kommt als Kombination aus 2-Gang Schlumpf Getriebe mit Riemenantrieb und S&S Coupler am Hinterbau als Rahmenöffnung zum Riementausch.
Nur kurz: die NAHBS 2011 ist auch schon wieder Schnee von gestern und die Gewinner in insgesamt 17 Kategorien sind ermittelt. Um nicht alle Bilder zeigen zu „müssen“, hier einfach das Gruppenfoto. Die einzelnen Kategoriensieger könnt Ihr Euch hier ansehen.
Heute eröffnet die North American Handmade Bicycle Show in Austin/Texas ihre Pforten – mit Sicherheit DIE Nabelschau der Handmade-Bikeszene weltweit. Leider sind auch in diesem Jahr keine deutschen Rahmenbauer vertreten, was durch die hohen Reisekosten natürlich auch irgendwie verständlich, aber trotzdem schade ist.
Dass sich Angestellte eines Unternehmens selbständig machen, um ihre bisherige Tätigkeit unter eigener Regie und mit eigenen Vorstellungen weiterzuführen, geschieht jeden Tag – auch in der Fahrradbranche.
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