Typisch schottisch? Paper Bicycle City-Bikes

Wenn man den klassischen Vorurteilen folgt, sind Schotten vor allem eins: sparsam. Und sie sind immer für ein paar ungewöhnliche Ideen gut.

Nick Lobnitz aka Paper Bicycle scheint beides gerne befolgen zu wollen. Sein Citybike-Projekt ist nun wirklich nicht als alltäglich zu bezeichnen. Und es verzichtet auf eins: die Sitzstreben.

Basis des Paper Bicycle ist ein ziemlich ungewöhnlicher Stahlrahmen aus 4130 CrMo. Da ein Rahmen ohne Sitzstreben durchaus zu Stabilitätsproblemen führen kann, hat sich Nick eine witzige Lösung einfallen lassen: eine kombinierte Unterrohr-Sitzstreben-Hinterbau-Kettenkasten-Konstruktion, die dem Ganzen Stabilität verleiht und gleichzeitig als ziemlich praktischer und individuell gestaltbarer Kettenschutz funktioniert.

Das Paper Bicycle kommt in einer Standardversion u.a. mit 26 Zoll Laufrädern, Schwalbe Big Apple Reifen, Sturmey Archer Naben von Singlespeed bis 8-Gang und Sturmey Archer Trommelbremsen. Dazu gibt es eine sinnvolle Commuter-Ausstattung mit Schutzblechen, Seitenständer und Beleuchtungsset inkl. Nabendynamo. Aber es sind auch Individualaufbauten möglich. Und farblich setzt nur die RAL-Palette Grenzen.

Das Papierrad scheint (nicht nur der Beschreibung zufolge und trotz des fragilen Namens) durchaus robust zu sein, wie folgendes Foto belegt. Der Fahrer des Rads ist ein gewisser Danny MacAskill, der erfahrungsgemäß keine Gnade kennt. Das Rad soll diese subtile Folter schadlos überstanden haben.

Mehr Fotos zum Paper Bicycle findet Ihr auch im Flickr-Stream von Nick. Und auch meine geschätzte Blogger-Kollegin von Lovely Bicycle hat gerade ein Exemplar in ihrem Test-Fuhrpark.


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