Legenden leben länger: Miyata Rennräder Reloaded

Vielleicht erinnert sich das eine oder andere ältere Semester noch an die 70er und 80er Jahre, als Stahlrahmen-Bikes von Koga Miyata die Rennstrecken dieser Welt beglückten und auch unter den glücklichen Hintern anspruchsvoller Biker in Stadt und Land zu sehen waren. Den Jüngeren unter Euch dürfte hin und wieder ein schickes Exemplar bei einer relativ bekannten Auktionsplattform begegnen.

Das „Koga“ in dieser Verbindung führt inzwischen ein (relativ stahlarmes) Eigenleben in den Niederlanden. Die japanische Hälfte hat jetzt (bzw. ich habe es erst dank eines Leserhinweises entdeckt) ein neues Rennradprogramm mit klassischen und modernen Stahlrahmen-Modellen auf die Beine gestellt.

Bei allen Modellen setzen sie auf selbst entwickelte Rohrsätze, die sie wie folgt beschreiben: „MIYATA ursprünglichen SSTB (triple spiral Spline Batetto) Rohr wurde auf einer (Spline) interne unterzogen Verstärkungsrippe (Spirale) Form auf der Innenseite der Tripelhelix aus fünf Server Debt Rohr chromoly Stahl ursprünglichen Mischung. Was Frame Rohr, das im Kampf um Fachkräfte zu dem Zeitpunkt von der SSTB angefordert verwendet werden kann. MIYATA geschaffen hat, ist, dass ich nicht nur ein chromoly Fahrrad. Dort habe ich schon Reis „eisernen Willen.“

Aha. Daraus ergibt sich z.B. das The Miyata mit klassisch gemufftem Stahlrahmen, den es auch in einer teilverchromten und sogar teilvergoldeten Ausführung gibt. Das Rahmen-/Gabelset der günstigsten Varianten kostet rund 1.825 Euro, das vergoldete ca. 2.700 Euro. Kompletträder gibt es ab rund 3.700 Euro.

Ein wenig moderner wird es unter dem Decknamen Miyata Sports. Diese Rahmen sind muffenlos gelötet (Fillet Brazed) und aus Oversize-Rohren gefertigt. Zitat: „Wie bei The Miyata, ist robust Fahrradrahmen mit traditionellen Wachsausschmelzverfahren Formel der „MIYATA GS“. Anstatt den Vintage Bikes der Vergangenheit, elegantes Aussehen, hat dieses Motorrad genug Leistung, um mit modernen und schlank wie road racer, die von hoher technischer Handwerkskunst hergestellt wird. Italienische Gewürzmischung Verabschiedung der „Campagnolo“-Komponente. Um diejenigen, die einen road racer, die schön aussieht, blieb bei der Fahrt ist es ein Gericht, wie kein anderer.“

Hier zum Beispiel das erwähnte Miyata GS, dessen Rahmen-/Gabelset nur schlappe 1.200 Euro kostet (Kompletträder mit Campa Centaur ab 2.400 Euro).

Daneben gibt es noch das Miyata Elevation RC mit Carbongabel für rund 1.600 Euro bzw. knapp 4.000 Euro als Komplettrad mit SRAM RED Gruppe.

Die Krone der Schöpfung bildet allerdings das Miyata Elevation Extreme, das noch gewichtsoptimiert wurde und auch preislich Oberklasseniveau erreicht. Das Rahmen-/Gabelset mit Carbongabel ist für akzeptable 2.150 Euro zu haben, Kompletträder mit Campa Super Record kommen aber auf sage und schreibe 9.500 Euro.

Kurz: Gelungener Neustart einer Stahlrahmen-Legende. Europäischer Import durchaus erwünscht!


0 Kommentare zu “Legenden leben länger: Miyata Rennräder Reloaded

  • manuel correia sagt:

    der hinweis ‚mit carbon gabel‘ erscheint mir doch immer wieder als etwas eher einfältig dahingeworfen. die annahme daß eine carbon gabel das fahrrad automatisch verbessert ist in keiner weise gerechtfertigt, zumal ‚carbon gabel‘ in sehr vielen fällen weder komplett aus kohlefasermaterial gefertigt sind noch die handwerkliche aufmerksamkeit erhielten die das material unbedingt verlangt um ein selbst mittelmäßiges produkt zu garantieren.
    ganz zu schweigen daß man außer gewichtsersparnis nur nachteile gegenüber einer gleichwertig aufwendig hergestellten stahlgabel in kauf nehmen muß.
    meine fünfzig pfennig zu dem thema
    m

  • Hallo Manuel,

    Du hast völlig recht: eine Carbongabel verbessert ein Fahrrad nicht zwangsläufig. Nur: das hat auch niemand behauptet. In diesem Beitrag nicht und auch sonst in keinem anderen auf diesem Blog. Insofern ist die Beschreibung einer Tatsache, nämlich, dass ein Bike eine Carbongabel hat, nichts weiter als eine Tatsache ohne jede Wertung. Also ist hier auch nichts „einfältig dahingeworfen“, sondern nur sachlich beschrieben.

    Grüße
    Iwo

  • Das ist ja gerade der Witz an Stahl: er biegt sich, bricht aber nicht. Carbon sieht ok aus, bis er ohne Vorwarnung bricht.

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