Tradition verpflichtet? Holdsworth Professional Limited Edition

Wenn man als Fahrradhersteller überleben will, muss man sein Angebot natürlich den Kundenwünschen anpassen und dementsprechend weiterentwickeln. Wobei immer die Frage bleibt, ob das Produktsortiment den Wünschen der Kunden entspricht oder ob sich der Kunde den Vorstellungen des Herstellers anpasst … die Frage nach dem Huhn und dem Ei.

Den britischen Traditionshersteller Holdsworth gibt es bereits seit 1927. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts begann das Unternehmen damit, einerseits den Massenmarkt mit Serienrädern zu beliefern, während in der Originalwerkstatt weiterhin Stahlrahmenbikes auf Mass gefertigt wurden.

Und wie es dann so kommt (wenn man sich dazu entschließt), ist heute allein Masse das Maß der Dinge. Allerdings gibt es derzeit das hübsche Rennradmodell Holdsworth Professional in einer limitierten Auflage, das ein wenig die gute alte Zeit wiederbelebt: mit gemufftem Stahlrahmen aus Reynolds 725, schlanker Carbongabel, die ziemlich harmonisch ins Gesamtbild passt und kompletter Campagnolo Athena Ausstattung sowie Campa Scirocco Laufrädern ist das Bike in adrettem Orange aus meiner Sicht ein stimmiges Gesamtpaket.

Allerdings scheint es auch damit bald vorbei zu sein: die aktuelle Preissenkung von 2.500 Pfund auf günstige 1.700 Pfund (= 2.000 Euro) deutet auf ein Auslaufmodell hin. Schade, aber wer weiß, was noch kommt.


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