Nordest Cycles – Kanarische Kreativität trifft auf portugiesische Finesse

2010 gründete Pedro Jenónimo seine gleichnamige Bikemanufaktur. Jerónimo Cycles verkaufte seitdem über 200 von ihm handgefertigte Titanrahmen. Seit 2016 zeichnet er bei Nordest für Entwürfe, Rahmendesign und Organisation verantwortlich. Für weitere Kreativität sorgt Jesus Guerra, der mit seinem eigenen Stil Rahmen und Auftritt der Marke veredelt.

Der Name Nordest geht zurück auf den Nordosten Portugals, der Geburtsregion von Pedro, eine Region fern der Schnelllebigkeit und dem forschen Fortschritt der Großstädte, wie es selbst ein portugiesischer Tourismusführer beschreibt.

Nordest baut Mountainbikes. Könnte man beim Mountainbiken noch von einer klassischen Form des Naturerlebnisses sprechen, dann versuchen die beiden Gründer diesen Gedanken zu transportieren. Sie bauen Räder, die ganz einfach Spaß bereiten sollen.

Gefertigt werden die Rahmen nach spezifischen Vorgaben in Taiwan. Zur Auswahl stehen verschiedene Rahmensets oder individuelle Kompletträder, die in Spanien montiert werden.

Das bisherige Portfolio ist übersichtlich, das Trail und Enduromodell wurde Bardino benannt. Dieser geht auf den Name der kanarischen Hütehunde zurück – Gefährten also, auf die man sich verlassen kann. Das Bardino folgt den Spuren der aktuellen Stahlhardtails, hart im Nehmen, vielseitig und möglichst wartungsfrei zu sein. Mit dem Fokus auf 1x Antriebe, Gabeln mit 140 bis 170mm Federweg und der Möglichkeit sowohl 29”x2,35” als auch 27,5”x3” Bereifung zu verbauen, gliedert es sich als interessante Alternative in die Riege der Spaßhardtails ein.

Jeronimos Wurzeln im Titanrahmenbau finden sich auch bei Nordest wieder, neben dem Bardinho in Stahl gibt es auch eine Version in Titan. Eine Aussicht auf ein zukünftiges Modell wurde uns ebenfalls gewährt. Name und Einsatzbereich sind schon bekannt. Es wird um Bikepacking gehen und Sardinha soll das Rad heißen.

Nachtrag: Nach einem Hinweis von Nordest Cycles wurde der Name „Bardino“ aus dem Portugiesischen entlehnt und bezeichnet einen Bohème, einen ungesetzlichen Vergnügungssuchenden. Danke für diesen Hinweis.


Preis: Bardino ab 549,-€
Vertrieb: weltweit direkt über https://nordestcycles.com/
Bilder: Nordest Cycles


3 Kommentaren

  1. Harald Müller sagt:

    Gut zu wissen, daß die monatelange Stahlrahmen-Sendepause zu Ende ist.

  2. Michi sagt:

    Moin,
    der ein oder andere wird mich aus dem IBC als MichiP kennen.

    Hier mein kurzes Resume über das Bardino.

    Als erstes möchte ich den außerordentlich guten Kontakt zu Pedro und Jesús loben.
    Fragen wurden via Mail oder per Facebook in kürzester Zeit beantwortet. Der verzögerte Versand wurde offen kommuniziert und auch nach dem Kauf stehen beide mit Rat und Tat zur Seite.

    Der Rahmen: CRMO4130, geschweißt in Taiwan. Hatte früher ein 2Souls Quarterhorse mit Reynolds 853 DZB Rohrsatz. Ehrlich gesagt merke ich keinen Unterschied. Die Verarbeitung ist gut der Lack hält bei mir und der Aufbau verlief ohne Probleme. Wenn man ein Manko nennen mag dann ist es die etwas stramme Sattelklemme die nur wiederwillig montiert werden wollte. Ansonsten bekommt man sehr viel Rahmen fürs Geld. Kurz erwähnen möchte ich das hinten 29×2.5 rein passen. Geometrie: Long,low,slack heist auch hier das Zauberwort. Wie viele Hersteller setzten die Nordest Jungs auch bei Ihren Bike auf eine Moderne Geometrie und diese geht meiner Meinung nach voll auf. Im Gegensatz zu meinen ehemaligen Giant Reign kippt das Nordest aber bei langsamer Fahrt nicht so schnell ab. Liegt vielleicht aber auch daran das ich mich bei 186cm Größe einen M/L Rahmen genommen habe. Auf meinen bisherigen Flachlandtrail ist das Rad je nach Laufradsatz verspielt bis spurtreu. 29er Bereifung ist agiler und verspielter. B+ bringt hinten mehr Komfort ist aber auch etwas behäbiger und kostet mehr Körner auf der Tour. Die Reifenfreigabe kommt hin ohne das irgendwo was schleift. Ich selber fahre B+ mit 3.0 und 29er mit 2.4er Bereifung. Mit 2400g in M/L ist der Rahmen für ein Bergaborientiertes Rad auch relativ „leicht“
    Wer nicht aufs letzte Gramm achtet und gerne auch Genusstouren fährt wird mit dem Bardino genau so glücklich wie der Long Travel HT Fahrer der auch mal im Park fährt.

    Im großen und ganzen ist das Bardino ein toller Allrounder der ein weites Spektrum abdeckt.

    Wer ein wenig Lesestoff zum Rahmen oder sich an Aufbauthreds erfreut, kann gerne mal hier rein schauen:

    https://www.mtb-news.de/forum/t/nordest-by-nature-spanischer-bergabstahl.851781/

    Mein kleines Highlight ist die Wahl zum Bike der Woche:

    https://www.mtb-news.de/forum/t/nordest-by-nature-spanischer-bergabstahl.851781/

    Danke und Grüße

    Michi

  3. Iwo sagt:

    Da hätte ich doch fast den Start-Post verpasst ;o)

    Sehr schön. Weiter so!!!

    Iwo

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