Stahlrahmen on Tour: Rennräder im Test

Auch das renommierte Rennrad-Magazin Tour hat natürlich keine andere Wahl, als sich vor allem um seine Kernleserschaft zu kümmern. Das bedeutet nichts Anderes, als dass Stahlrahmen bei Rennrädern nur selten gesehene Testkandidaten sind. Denn Stahl ist im Massenmarkt nun Mal eine (wachsende) Nische.

Ein kurzes Stöbern im Tour Test-Archiv förderte nun zwei interessante Vergleichstests aus den Jahren 2004 und 2009 zutage. In beiden Artikeln wurden jeweils vier Stahlrenner (und Stahlrahmenbauer) genauer unter die Lupe genommen.

2004:
Grandis
Overmax Racing aus Dedacciai EOM-16.5
Krabo
Spirit aus Columbus Spirit
Norwid Limfjord aus Columbus Foco
Scapin S 8 Sloping (Rohrmaterial leider nicht erwähnt)

2009:
Agresti
aus Dedacciai EOM und Columbus Life
Krabo
aus Columbus Spirit und Carbon-Hülsen in Sitz- und Steuerrohr
Norwid Skagen aus Reynolds 953
Vogel aus Columbus Max

Die Testergebnisse könnt Ihr selbst einfach in den beiden Artikeln nachlesen (s. Download unten). Für mich viel interessanter sind die kleinen Geschichten, die beide Artikel rund um alte Hasen wie Rudolf Pallesen (Norwid) und Scapin oder einen Newcomer wie Ulrich Vogel erzählen.

Beispielsweise, wie schnell manche Radler, die sich vorab nicht zwischen Alu und Stahl entscheiden konnten, bei Stahllegende Günther Krautscheid (Krabo) ganz schnell auf den Stahlgeschmack kommen, wenn sie merken, was moderne Stahlrahmen-Technologie heute bedeutet. Und dass die großen Gewichtsunterschiede der 90er Jahre mit aktuellen Rohrsätzen der Vergangenheit angehören. Was den Stahl-Marktanteil weiter anfeuern wird.

Beide Beiträge kommen auch mit 5 Jahren Abstand zum gleichen Ergebnis: Stahl als Werkstoff für hochwertige Fahrradrahmen lebt und hat eine Zukunft … was man aus heutiger Sicht noch bedenkenloser unterschreiben kann, als damals ohnehin schon.

Hier sind die beiden Tour Artikel zum Download. Unbedingt lesen!

-> Stahlrennräder Test 2004
-> Stahlrennräder Test 2009

Übrigens: Von den damals getesteten Rahmenbauern werden Stefano Agresti und Ulrich Vogel auf der European Handmade Bicycle Exhibition (EBHBE) in Schwäbisch Gmünd zu bestaunen sein.


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