Neues von Alex: Von Ausreißern, Reisenden und Spenden

Ihr erinnert Euch noch an die kleine Serie „Hey, hier kommt Alex …“ rund um Alex‘ Rahmenbaukurs bei The Bicycle Academy? Wie viele sicher wissen, wurde aus Alex inzwischen Portus Cycles und er hat wieder Neues auf der Pfanne. Wie schon bei der Rahmenbau-Serie lasse ich ihn als Gastautor selbst zu Wort kommen – unzensiert und unbezahlt. Bitteschön:

Portus Cycles schickt mit dem „Bolter“ einen Kunden auf Spendenfahrt
Mit großer Freude schicken wir im Laufe dieser Woche den ersten Kunden und zugleich sehr guten Freund auf die Reise. Markus wird auf dem „Bolter“ (Ausreißer) von Basel nach Lissabon fahren.

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Das Rad kann als Reise-Mountainbike bezeichnet werden und hat ganz klassisch seitensteife 26“ Laufräder. Der aktuelle Aufbau mit Rohloff und entsprechender Lichtanlage ist klar auf Langstrecke ausgelegt. Dank großer Reifenfreiheit am Hinterbau und entsprechender Geometrie an der Front können aber auch 2,35“ MTB-Reifen und eine Federgabel mit 100mm montiert werden.

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Der gezeigte Rahmen kostet hartgelötet (fillet brazed) mit Wunschgeometrie, Reynolds 725 Rohrsatz, verstellbaren Ausfallenden, Edelstahl-Logos, passender Surly Troll Gabel sowie einer 1-farbigen Pulverbeschichtung 1950€ und wird in Pforzheim hergestellt. Eine geschweißte Variante, andere Rohrsätze oder Kompletträder auf Anfrage.

Markus wird von Basel nach Lissabon fahren und sich damit selbst einen großen Traum erfüllen. Damit die Fahrt einen zusätzlichen Sinn bekommt, sucht er Unterstützer, die pro gefahren Kilometer einen frei wählbaren Betrag von x Cent spenden. Das Geld wird zu 100% an die Portus Fahrradfürsorge gespendet und für die Anschaffung eines MTB-Fuhrparks verwendet. Weitere Infos zur Reise sowie den aktuellen Stand könnt ihr hier verfolgen: Markus on Tour

Unter dem Motto „Man and machine“ gehe auch ich demnächst auf eine „kleine“ Fahrt. Mitte Juni  werde ich die ehemalige innerdeutsche Grenze im Rahmen der Grenzsteintrophy (GST) erfahren. Dabei werde ich auf einem von mir gebauten Rad mit Pinion-Getriebe starten. Auch diese Unternehmung soll eine Spendenfahrt werden, die der Portus Fahrradfürsorge zu Gute kommen soll.

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Dann wollen wir schon jetzt eine Einladung aussprechen! Am Freitag, den 13. Juni, wird unsere Werkstatt feierlich gegen 20 Uhr eingeweiht. Zuvor wird Pforzheim eine Critical Mass erleben, die es so noch nicht gegeben hat. Geneigte Leser des Stahlrahmenblogs sind hiermit herzlich eingeladen mitzufahren, hinter die Kulissen zu sehen und uns persönlich kennenzulernen.

Zuletzt noch eine Vorankündigung, dass wir Ende Mai ein paar Tage am Gardasee ausspannen und diese Reise mit einem Besuch bei Dedacciai und ggf. auch Columbus verbinden werden. Ihr könnt euch also auf euren interessanten Hausbesuch freuen.


4 Kommentaren

  1. Velocita sagt:

    Und wo kommt das Pinion zuerst rein? ;-)

    Grüße
    André

  2. Nirtam sagt:

    Das Rad schaut klasse aus, einige Details provozieren bei mir Fragen:
    Hält der „kopfüber“ am Unterrohr montierte Flaschenhalter in dem Setup große Flaschen? Oder fehlt der Riemen zur Fixierung des Flaschenhalses?
    Warum wird das Rad auf einem Bügelschloss balanciert, während der Fahrradständer eingeklappt nicht das machen darf, wozu er an das Rad geschraubt wurde?
    Kann die „Volumenreserve“ zwischen dem hinteren Schutzblech und dem Gepäckträger noch verringert und der Schwerpunkt der Gepäckaufnahme gesenkt werden?

  3. Alex sagt:

    @Nirtam
    Erstmal Danke für die Blumen. Zu deinen Fragen:
    Der untere Flaschenhalter ist grundsätzlich als Reserve anzusehen. Er ist deshalb so groß, weil Markus ursprünglich nach Südamerika wollte und im Falle eines Falles wird die Flasche wie vermutet mit einem Riemen gesichert.
    Ein Zweibeinständer an einem Rad ohne Beladung sieht irgendwie seltsam aus und deshalb haben wir spontan Abhilfe geschaffen.
    Die „Volumenreserve“ ist ein gewollt längerer Hinterbau, der einen längeren Radstand bewirkt und damit im Hinblick auf die hohe Zuladung mehr Laufruhe vor allem bei höheren Geschwindigkeiten bewirkt. Selbstverständlich ist auch ein kurzer Hinterbau möglich.
    Leider gibt es von tubes keinen reinen 26″ Träger, aber immerhin hat der Cargo eine Möglichkeit etwas tiefer hängen zu können und somit den Schwerpunkt etwas näher zum Untergrund zu bekommen.
    Hier gibt es übrigens ein Foto mit Beladung kurz nach dem Start in Basel:
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=645774632183881&set=a.506898196071526.1073741829.505948539499825&type=1&theater

  4. Nirtam sagt:

    Vielen Dank @Alex!
    Die Antworten überzeugen mich, wirklich alles durchdacht! Das Foto des Reiserades löst bei mir spontan Sehnsucht und einen „Haben-wollen“-Reflex aus.

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