Eins für Alles: 15 Allroader 2017 im Überblick – Teil 1

Es war einmal vor sage und schreibe 7 Jahren, als ich eine Liste mit sogenannten „Do-it-All“-Bikes erstellte, also alltags-, sport- und tourentauglichen Stahlrahmen-Bikes, damals mit Preislimit von 1.500 Euro.

Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Blog-Lesers gibt es hier nun eine neue Liste. Statt „Do-it-All“ nenne ich sie derzeit lieber „Allroad-Bikes“, aber das ist ja eh wurscht. Folgende Minimal-Kriterien gelten zur Aufnahme in die Liste. Das Preislimit habe ich übrigens kassiert.

  • Stahlrahmen (eh klar)
  • Rennlenker
  • Reifenfreiheit 32mm und mehr
  • Befestigungen für Schutzbleche und Gepäckträger (zumindest hinten)

Achja: die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, also bitte sanftmütig anmerken, wenn ein Modell nicht erscheint. Die Reihenfolge ist auch keine Wertung, sondern alphabetischer Natur. Und die Modelle variieren auch, was den Grad an Sportlichkeit und Reisetauglichkeit betrifft. Genug gequatscht. Los geht’s mit Teil 1 und den ersten 5 Modellen:

Cinelli Bootleg Hobo: Stahlrahmen aus Columbus Cromor Rohrsatz mit Stahlgabel, Shimano Sora/Deore Mix mit FSA 3-fach Kurbel, Tektro Cantibremsen, Tubus Gepäckträger inklusive, Reifenfreiheit max. 42mm. Preis: Ca. 1.600 Euro.

Cotic Escapade: Stahlrahmen aus 4130 CrMo, Wishbone Hinterbau, Reifenfreiheit 700×42 oder 650×47. Zu haben als Rahmenset oder komplett mit Shimano Sora Gruppe und mechanischen Scheibenbremsen sowie mit Shimano 105 Gruppe und hydraulischen Scheibenbremsen.  Preis: 399 Pfund (Rahmen), 999 Pfund (Sora) bzw. 1.599 Pfund (105).

Genesis Croix de Fer: Stahlrahmen aus „Mjölnir“ CrMo oder Reynolds 725 oder Reynolds 931 Edelstahl (oder sogar Titan). Je nach Modell mit Antrieben von Shimano Sora bis 105 sowie mechanischen oder hydraulischen Scheibenbremsen. Preise: ab 1.049 Euro.

Kona Rove ST: Stahlrahmen aus Kona Cromoly mit Stahlgabel. SRAM Rival 1×11 Gruppe mit mechanischen TRP Spyre Scheibenbremsen. Preis: 1.499 Euro.

 

Niner RLT 9 Steel: Stahlrahmen aus Reynolds 853, Vollcarbongabel, Tapered Steuerrohr, PF BB30 Innenlager, Steckachsen, Flat Mount Scheibenbremsen. Preise: als Rahmenset für 1.500 Dollar oder als Komplettrad mit SRAM Apex 1×11, Rival 1×11 oder Shimano Ultegra 2×11 Gruppe zwischen 2.500 und 4.400 Dollar – jeweils mit hydraulischen Scheibenbremsen.

>>> Fortsetzung folgt …. <<<


8 Kommentaren

  1. Stefan Bullmann sagt:

    Hallo Iwo,

    mich würde mal interessieren, warum in dieser Kategorie unbedingt ein Rennlenker Bedingung sein muss. Der Name beschreibt doch eigentlich den Einsatzzweck. Ich besitze auch einige Fahrräder die, mehr oder weniger, alltags-, sport- und tourentauglichen sind. Rennlenker hat nur das Rennrad und persönlich finde ich den alles andere als alltagstauglich.
    Verlangt die Mehrheit der Zielgruppe der Allroader nach einem Rennlenker?

    Viele Grüße,
    Stefan

  2. Iwo sagt:

    Hallo Stefan,

    ich habe keine Ahnung was die Zielgruppe verlangt. Aber für mich gibt es keinen besseren Allround-Lenker als den Rennlenker. Außerdem schränkt das die Auswahl ein, sonst wüsste ich ja gar nicht mehr, wo ich anfangen soll.

    Viele Grüße
    Iwo

  3. Stephan sagt:

    Hallo Stefan,

    danke für deine Liste. Ich suche schon länger ein Fahrrad genau mit diesen Suchkriterien. Ich bin sehr gespannt auf Teil 2 und 3. Mal sehen, ob da was neues dabei ist, was ich noch nicht gefunden habe. Ich bin regelmäßig auf deinem Blog. Danke für diese vielen tollen Beiträgen.

    Gruß Stephan

  4. Iwo sagt:

    Hi Stephan,

    danke für Deinen Kommentar, aber der Name ist Iwo, nicht Stefan ;o)

    VG
    Iwo (nicht Stefan)

  5. Matthias Ring sagt:

    Hallo Iwo,

    danke für die Neuauflage dieses Artikels. Bin gespannt auf die Fortsetzung. Mein Favorit bisher ist das Croix de Fer.

    zu @Stefan Bullmann: Rennlenker oder gerader Lenker an einem Allroader ist wohl die Entscheidung einer persönlichen Vorliebe. Ich selber fahre auch lieber mit einem geraden Lenker, gerade in der Stadt. Dazu:

    Von Cotic gibt es mit einem geradem Lenker das Roadrat http://www.cotic.co.uk/product/roadrat

    Die schweizer Velostatt beschreibt den Aufbau eines Croix de Fer mit geradem Lenker http://velostatt.ch/de/shop.php?Artikel=1198

    Gruß Matthias

  6. Markus sagt:

    Super, dass die Liste fortgeführt wird!
    Ich bin aktuell auch auf der Suche nach einem Do-it-all-Bike mit folgenden zusätzlichen Kriterien:
    – Nabenschaltung
    – Scheibenbremsen
    – Lowrider-Ösen
    – (evtl. Gates Carbon Drive)

    Viele Grüße
    Markus

  7. Richard sagt:

    Hey Iwo (nicht Stefan) ;)

    vielen Dank für den tollen 3-Teiler!

    Schwanke jetzt „nur noch“ zwischen dem Rove St und dem Croix de Fer (20)..

    Hat die schon mal jmd direkt verglichen und/oder Entscheidungshilfen dafür?

    Viele Grüße
    Richard

  8. svenski sagt:

    Das Croix de Fer fahre ich seit vier Jahren und 15 Tkm. Da bleibt nicht viel zeit zum Vergleichen, aber… für ein paar Erfahrungen: Das Croix hat die Nische „allroad“ sozusagen erstmal geöffnet und für ein recht breites Publikum erschlossen (na ja, breit…) Es kann total viel, aber inzwischen habe ich ein paar Kritikpunkte, die man sich bei der Suche nach Alternativen mal ansehen kann. Trotz aller Anpassungen der Geometrie (fast jährlich, meist Verbesserungen) ist es beim langen Nachlauf von über 70 mm geblieben. Die Straßenlage wird durch moderates (Zusatz-)Gewicht vorn stark verbessert, so transportiere ich meine Tasche zur Arbeit. Die Lenkbarkeit leidet. Man gewöhnt sich, ist nicht schlimm, aber mid-trail fände ich besser. und die wegen der Scheibenbremse steife Gabel macht die möglichen Vorteile einer Stahlgabel zunichte. Das Ding ist also richtig stabil. Was für einen Fahrer von 65 kg nicht nur von Vorteil ist. Bei Schlechtwetter ganz toll, mein nächstes Rad mit breiten Reifen hat wieder Felgenbremsen.
    Gruß, svenski.

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