Die Geburt einer Radmarke: Firefly Bicycles

Dass sich Angestellte eines Unternehmens selbständig machen, um ihre bisherige Tätigkeit unter eigener Regie und mit eigenen Vorstellungen weiterzuführen, geschieht jeden Tag – auch in der Fahrradbranche.

Jetzt kann man das Ganze quasi live und ungeschnitten miterleben: bei Firefly Bicycles. Die glorreichen drei Ex-Mitarbeiter Tyler, Jamie und Kevin von Independent Fabrication eröffnen demnächst ihren eigenen Maßrahmen-Workshop mit Handmade-Bikes (Road und Cross) aus Edelstahl und Titan. Und das – wie man Ex-Mitarbeitern von IF unterstellen darf – am oberen Ende des Qualitätsspektrums.

Ein solcher Firmenstart ist komplexer als man denkt. Man muss nicht nur über das technische und Design-Konzept der zu verkaufenden Rahmen und Räder nachdenken, sondern überhaupt erst Mal die Werkstatt planen und ausstatten, um mit der Arbeit beginnen zu können. Es gilt Preise zu kalkulieren und Kalkulationen zu erstellen.
Da es zum Verkaufen ganz praktisch ist, wenn man von anderen Menschen wie z.B. potenziellen Kunden und der Fachpresse wahrgenommen wird, sollte die öffentlich sichtbare Identität des Unternehmens in ein (möglichst professionelles) Corporate Design gepackt werden, das die eigenen Ansprüche und Werte transportiert. Und da es auch nicht schaden kann, wenn man mit möglichst wenig Aufwand von möglichst vielen Menschen wahrgenommen wird, sollte man das Ganze dann in konkrete Kommunikationsformen gießen wie eine Website, ein Blog und Profilen bei Sozialen Netzwerken wie Facebook und Flickr, die natürlich auh regelmäßig gefüttert werden wollen. Und und und …

Anders gesagt: es gibt viel zu tun. Die drei Glühwürmchen packen es an und lassen uns daran teilhaben. In ihrem Blog kann man Schritt für Schritt erleben, wie die Marke und alles drumherum aus dem Nichts aus dem Boden gestampft wird. So erfährt man beispielsweise, wie das Headbadge entsteht (s. Zeichnung oben) und wie der Montagetisch konstruiert und gebaut wird. Und das ist sicher erst der Anfang …

Spannend, lesens- und sehenswert. Für alle, die das schon hinter sich, noch vor sich haben, oder schon immer wissen wollten, warum ein bisschen herumlöten oder -schweißen ein echt anspruchsvolles Business ist.


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