Addio Dario

Ich wünschte, ich würde unsere Babypause mit einem anderen Thema beenden.

Insbesondere weil ich noch vor wenigen Wochen über Dario und seine Kunst geschrieben hatte. Nun ist er vor  genau einer Woche völlig unerwartet an einem Herzleiden, im Alter von 62 Jahren, gestorben.

© Stephan Gross

Mir hat es bei den ersten Nachrichten bei facebook und Co wirklich das Herz enger geschnürt und irgendwie musste ich sofort an das folgende Bild denken.

Sicher hatte die „Guantanamo“-Lackierung einen großen politischen Hintergrund, aber es stand in diesem Moment auch für meinen Schmerz, der eine kleine blutende Wunde in meinem Rahmenbauer-Herz verursacht hat.

Vielleicht könnte ich an dieser Stelle noch einen langen Nachruf schreiben, wie es an diversen Stellen bereits getan wurde, aber grade fehlt mir dazu die Kraft.

Da verbringe ich lieber ein wenig Zeit damit, mir ein Video nach dem anderen von oder über ihn anzusehen. Mein persönlicher Favorit ist eine Dokumentation über einen Workshop, der vor einigen Jahren in Verona stattfand und musikalisch zum heutigen Anlass dieses Posts wohl sehr passend untermalt wurde.

Für mich hat ein ganz großer Künstler die Bühne verlassen, der eine große Lücke hinterlässt, aber am Ende darf und sollte man auch dankbar sein, dass er uns nach seiner überstandenen Krebserkrankung vor gut zehn Jahren noch solange erhalten blieb. Wohl auch deshalb wurde er immer kompromissloser, rauchte was die Lunge her gab, trank gut und gerne zehn Kaffees am Tag und veredelte neben Rahmen auch Surfbretter oder Luftpumpen der Edelmarke Silca.

Für manche mag die folgende Vorstellung seltsam sein, aber als christlich geprägter Mensch, hoffe ich Dario auf der anderen Seite wieder zu sehen. Wo ich ihm dann zusehen kann, wie er einen Rahmen zu meiner Lieblingsmusik bemalt und das in einer Perfektion, die er im Leben immer gesucht hat.

In diesem Sinne:

Addio Dario


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