Urbix: Praktischer Gepäckträger mit Hang zum Understatement

Was tut man, wenn man an seinem 28 Zöller einen Gepäckträger für leichtes Gepäck benötigt, aber keine Lust auf Standardlösungen oder sehr technische Sattelstützenträger hat, die beispielsweise an einem Vintage-Stahlrahmen, am klassischen Rennrad oder am coolen Stahl-Singlespeeder meist ziemlich daneben aussehen?

Man könnte sich in diesem Fall für einen Urbix Gepäckträger interessieren. Dieser wird einfach mit ein paar Befestigungsteilen am Hinterbau befestigt, übernimmt dank geschwungener (und individuell angepasster) Metallstrebe die Form des Hinterrads und bleibt so weitestgehend im Hintergrund.

Urbix wird auf Bestellung aus Edelstahl (und Kunststoff) handgefertigt. Er kann eine Tasche mit allen herkömmlichen Befestigungen und Beladung bis 5 Kilo tragen und wiegt selbst zwischen 330 und 390 Gramm (je nach Befestigung). Preis: 70 Euro.

Mehr zur Herstellung und zum Hersteller Christian Nitschke aus Berlin findet Ihr hier:

 

Eine gute Idee, wie ich finde. Die Ausführung dürfte sich allerdings noch etwas verfeinern lassen. Ob man beispielsweise den Kunststoff gegen eine edlere (und teurere) Ganzmetall-Konstruktion eintauschen könnte? Das würde dem Look sicher gut tun.


6 Kommentaren

  1. Nils sagt:

    Naja 5 kg sind nun nicht wirklich viel als Zuladung und ob das Ding nicht wackelt nur so auf einer Seite befestigt?
    Alternative ist vielleicht das hier:
    http://www.hebie.de/REARRIDER-125.hebie1950.0.html

  2. ssx sagt:

    Der Herbie bedingt aber zwei Aufnahmepunkte, die die wenigsten Rahmen aufzuweisen haben (es sind nicht die Bremssockel), oder man muss mit Schellen arbeiten.

    Wen schon was ähnliches, dann eher so etwas wie den Wanderer GS (der Preis ist allerdings uber)

    http://wanderer-fahrraeder.de/modelle/zubehoer/

  3. svenski sagt:

    Der tubus fly wiegt genauso wenig, sieht m.E. gut aus und ist an drei Punkten befestigt. Dem hier würd ich mit 2-Punkt-Befestigung nicht über den (20 km täglichen Arbeits-) Weg trauen. Und die Kunststoffdetails sind wirklich noch nicht der Gipfel des Designs…

    Warum darf ein Gepäckträger nicht einfach ein Gepäckträger sein?

    Gruß, svenski.

  4. ssx sagt:

    Weil er die Linie des Rades beeinflusst und das nicht gerade sonderlich schön, imho (ist wie Stufenheck vs. Fliessheck beim Auto).

  5. svenski sagt:

    Ach nee, das seh ich ganz anders. Auf dem Rad will ich ordentlich vorankommen, und das darf dann auch gut aussehen. Aber in Schönheit sterben macht mir keinen Spaß. Und wenn ich mich für ein Rad mit Gepäckträger entscheide, dann darf es auch danach aussehen. Muss ja kein hässliches Modell sein, deshalb der Hinweis auf den Tubus. Damit bekommt man ein Rad schon so aufgebaut, dass es gut aussieht. Finde ich jedenfalls besser als so ein „ich will eigentlich nicht gesehen werden, dafür wackel ich aber und hab hässliche Plastikteile“-Dingens. Oder mir ist „die Linie des Rades“ oder sonstwas wichtiger, ich will also keinen Gepäckträger, dann häng ich mir halt ’nen Messengerbag um oder setz ’nen Rucksack auf, mein Rad bleibt ohne überflüssige Anbauteile und gut is‘.

    Wenn ich im Auto was transportieren will, dann nehm ich eben einen Kombi.

    Dieses Teil ist für mich ein fauler Kompromiss – aber nix für ungut ;-)

    Gruß, svenski.

  6. Name sagt:

    Die Konstruktion ist grober Unfug – jedem Maschinenbau-Studenten würde so eine Lösung um die Ohren gehauen werden. Der Träger wird als eine Art Balken bemüht, ohne dass es eine richtige Einspannung gäbe. Man kann erwarten, dass sich der Träger bei dauerhafter Nutzung und ernsthafter Beladung entweder selbst verabschiedet (z.B. Bruch nahe der Verschraubung mit dem Ausfallende) oder die Gepäckträgeröse des Ausfallendes gibt nach.

    Andererseits sind 5 kg Zuladung praktisch nichts – sie rechtfertigen noch nicht mal einen Gepäckträger…

    So oder so – das Konzept ist – und ich drücke mich vorsichtig aus – dumm.

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