Hey, hier kommt Alex: aller guten Dinge sind 4

Letzter Tag für Alex bei The Bicycle Academy. Die Vollendung des Rahmens naht genauso wie der Abschied, denn das stählerne Ergebnis des Rahmenbaukurses geht an Fahrradprojekte in Afrika:

Nach dem für mich sehr bewegenden dritten Tag an der TBA war ich mehr als nur aufgeregt und konnte es trotzdem kaum erwarten, endlich die erste Naht an meinem ersten Rahmen zu ziehen. Wobei ich das mit meinem nochmal erläutern will:

Mein Rahmen und jeder andere Teilnehmer spendet seinen Rahmen automatisch an ein Fahrradprojekt in Afrika. Das ist Teil des Agreements bei der Anmeldung. Jetzt mag sich jemand vielleicht die Frage stellen: Warum sollte ich meinen allerersten selbst gebauten Fahrradrahmen spenden?

Ich hab mir von Anfang an selbst eine Gegenfrage gestellt: Warum nicht? Warum nicht jemand anderem eine viel besseren Lebensstandard ermöglichen? Für mich persönlich gab es auf diese Frage von Anfang keine Antwort, weil es nichts Besseres gibt als einem Mensch etwas zu schenken, das ihm mit Sicherheit vieles erleichtert und für ihn mindestens genauso so wertvoll sein wird, wie mein erster Rahmen es für mich selbst ist.

Heute war ich nach meinem Löt-Marathon bei Andrew und seiner Frau Maria zum Essen eingeladen. Bis spät in die Nacht haben wir über seine und meine Pläne geredet. Eines steht für uns beide fest: Wir werden versuchen in Zukunft ein gemeinsames Eisen zu schmieden und zu gegebener Zeit werde ich sicherlich noch mehr an dieser Stelle berichten dürfen.

Das Konzept der TBA ist einfach und doch fast unbegreiflich. Andrew hat noch unglaublich viele ergänzende Ideen in der Schublade, die er nach und nach auspacken wird. Damit will ich sagen, dass es sich mehr als lohnen wird die Aktivitäten der TBA auch weiterhin über deren Kanäle zu verfolgen!

So und jetzt nochmal „kurz“ zu meinem heutigen Höhepunkt: Nach Anpassen der Sitzstreben und der Verbindungsstücke war das letzte Mal Heften angesagt, das mir mittlerweile mehr als einfach von der Hand ging. Nach der Mittagspause ging es dann mit einigen Aufwärmübungen ans Eingemachte. Wie von Andrew erwartet, habe ich nur Müll produziert, den ich hier nicht zeigen werde ;-)

Andrew hielt dann eine für mich sehr bewegende Ansprache, in der es um darum ging, keinen perfekten Rahmen abzuliefern, sondern einen stabiles und sicheres Gefährt, dass einem anderen Menschen ein besseres Leben ermöglichen wird. Außerdem hat er mich mehrmals an meine wohl wirklich guten Probestücke erinnert. Es tat mehr als gut das Alles zu hören und half am Anfang trotzdem nicht viel. Mit zitternden Händen und Puls 170 fing ich die erste Lötung am Steuerrohr vorzunehmen UND siehe da: Ich war auf einmal hoch konzentriert und hatte einfach nur Spaß daran, meinen allerersten Rahmen zu einem guten Ende zu bringen. In vielen kleinen Abkühl- oder Aufwärmphasen konnte ich kurz entspannen, Wasser trinken, auf die Toilette rennen und mich immer mehr darüber freuen, bald am Ziel meiner Träume anzukommen. Jetzt will ich euch das endgültige Resultat natürlich nicht vorenthalten und lasse nicht ohne Stolz wieder Bilder für sich sprechen:


Übrigens: wenn Ihr jetzt denkt, dass es das war … Pustekuchen! Alex wird noch einen echten Abschiedsbericht mit Fazit beisteuern. In diesem Sinne: schönes Wochenende!

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3 Kommentaren

  1. Xayok sagt:

    Eine tolle Geschichte, und auch das Ergebnis sieht gut aus. Funktionell und einfach.
    Ich bin beeindruckt, rundum!

    André

  2. manfred sagt:

    danke für die dokumentation. hoffentlich hört man noch mehr von dir und deinen weiteren projekten.

  3. Buddy-Style sagt:

    Flausen im Koppe …

    na toll …
    jetzt hast Du es geschafft …
    jetzt will ich auch Rahmenbau lernen
    und mir mein eigenes Bike bauen …

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