Aus der Hauptstadt – FERN Fahrräder

Nach unserem letzten traurigen Post über Dario, wollte ich nach der Babypause eigentlich am Montag wieder loslegen, aber leider haben wir durch eine Vertrags-Umstellung versehentlich temporär unser Internet getötet.

Seit gestern Nachmittag sind wir wieder (endlich) online und nun sollte es ab sofort wieder möglichst regelmäßig frisches Material zu lesen, sehen und manchmal auch hören geben.

Wir starten nun eine Reihe über Rahmenbauer und verwandte Akteure aus unserer Hauptstadt Berlin, dass man mittlerweile auch als „New German Portland“ bezeichnen könnte, wenn man die Anzahl der Unternehmungen inklusive Umland zählt.

Den Beginn macht ein Akteur, der zuletzt 2015 an dieser Stelle Erwähnung fand. Damals noch mit Mitstreiter, seit einiger Zeit alleiniger Inhaber von FERN, aber nicht allein in der Werkstatt. Zum letzten Punkt demnächst Meer im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich will ganz ehrlich sein: Ich bin ein Fan von FERN und mittlerweile auch mit Florian Häussler befreundet. Insofern ist meine Sicht auf die Gewerke aus seiner Hand eventuell nicht ganz neutral, aber was ich da immer wieder sehe, ist nun mal einfach feinstes Handwerk, das am Ende durch perfekte Farb- und Komponentenauswahl seinen Abschluss findet.

Aus diesem Grund will an dieser Stelle einfach meine drei Favoriten mit euch teilen, die in der letzten Zeit entstanden sind.

Traveleur

Basis ist ein vernickelter 700c Rahmen mit feinster Austattung, der mit allerlei tollen Details gespickt ist. Mein Highlight ist die Verlegung des Bremszuges der mechanisch-hydraulischen Bremszange durch die Abstützung zwischen Sitz- und Kettenstrebe. Die Anfertigung von individuellen Gepäckträgern ist mittlerweile längst Standard bei FERN und so finden auch hier dünne, der Anwendung entsprechend, gebogene und miteinander verlötete Rohre ihren Platz um Gepäck an Ort und Stelle zu halten.

Deutlich mehr Fotos findet ihr hier.

Chacha

Chacha? Ein georgisches Erfrischungsgetränk, das auf einer Erprobungsfahrt eine zentrale gespielten haben soll.

Das Farbschema „blue lagoon“ zu nennen ist mehr als passend. Vor allem, wenn sich dieses perfekt in den von Gramm angefertigten Taschen fortsetzt. Als absolutes Sorglosrad mit V-Brake, Gevenalle Schalthebeln und SON-Beleuchtung kann man dieses Chacha sicher bezeichnen. Bevor nun die Frage aufkommt was dieser spoilerartige Heckträger eigentlich soll oder kann.

Laut Erbauer ist dieser für einen Trangia-Kocher konzipiert, der dann auch ohne Bauchschmerzen verschmutzt auf selbigem transportiert werden kann und wertvollen Platz in den Taschen spart. Gerüchten zufolge kann auch ein Sixpack Bier befördert werden, aber Beweisfotos müssen hierfür noch geliefert werden.

Noch einen guten Schwung Bilder findet man hier.

Chuck

Das Chuck ist für „für harte Wüstendurchquerungen oder die nächste Wochenendrunde durch die märkische Sandbüchse“ gemacht.

Ein Hybrid zwischen Randonneur und Mountainbike, was sich in 26″ Laufrädern mit superleichten Compass-Reifen und dem doppelten Vorbau (komme grade nicht auf den Fachbegriff) in Verbindung mit Dirt Drop Bar deutlich wiederspiegelt.

Ich mach es kurz: Es ist mein derzeitiger Favorit aus Flo’s Hand und die Steinschleuder einfach das Sahnehäubchen. Ein tolles Rad, das ich mal abgesehen von der Radgröße, direkt so bestellen würde, wenn ich denn ein solches bräuchte.

Preise und Verfügbarkeiten auf Anfrage, wobei ein Blick auf die Homepage eine Wartezeit von mindestens einem Jahr kommuniziert. Das mag manch ungeduldige Menschen etwas abschrecken, aber am Ende sollte man sich bewusst sein, dass eine One-Man-Show eben nur begrenzten Output haben kann, und Vorfreude die schönste Freude ist.

Wer sich die Wartezeit ein wenig verkürzen oder die Anschaffung eines solchen Rades außerhalb der Möglichkeiten ist, aber trotzdem ein Stück FERN haben will, kann sich ja mal im Shop umsehen.

„Metal only“ ist auf jeden Fall ein Statement, das mir sehr gefällt!

 

 

 

 


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