1977 entwarf Dr. Alex Moulton eine völlig neuartige Rahmenbauweise für den Fahrradbereich. Bis dato nur aus dem Automobil- und Flugzeugbau bekannt, nutzte er den Ansatz des sogenannten Gitterrohrrahmens, oder Neudeutsch Spaceframe.

Die Vorteile sind eine sehr steife Struktur bei niedrigem Gewicht und eine Optik, die alles andere als alltäglich ist.

Dieses Design wird nun seit über 40 Jahren von Hand in England gebaut, wie man im folgenden Video sehen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach mal losfahren, wenig Gedanken machen. Aus dem Alltag raus, ins Abenteuer hinein, sich dabei aber nicht verschulden? Offroad, aber dennoch auch etwas auf der Straße unterwegs sein?

„Bridge the gap“ – „eine Lücke schließen/eine Brücke schlagen“ so definiert Surly das Bridge Club auf dem eigenen Blog. Ein schön gestaltetes Video versucht das Gefühl des Rades einzufangen.

Das Bridge Club soll auf der Straße und abseits der Wege zuhause sein, die Reifengröße so gewählt, dass auch 700C Laufräder mit Schutzblechen, statt der 650B Bereifung, im Rahmen Platz finden.
Die Geometrie ist an das Troll und Ogre angelehnt, aber mit etwas tieferem Tretlager, um auch auf der Straße gut fahrbar zu bleiben.


Die Ausstattung wirkt spartanisch, mechanische Scheibenbremsen, eine 2×10 Schaltung von Sram, vertikale Ausfallenden, aber Ösen an allen wichtigen Stellen. Geradlinig trifft es wohl am Besten: losfahren und entdecken.

Sind die meisten Surly Räder doch für einen sehr spezifischen Bereich vorgesehen, eine genauere Definition und Einordnung der Räder liefern sie in ihrem Blogartikel. So schlägt das Bridge Club die Brücke zwischen den Kategorien und spricht durch den vergleichsweise günstigen Preis auch Einsteiger an.


Preis: Komplettrad 1299,-€ (für 2018 keine Rahmensets)
Vertrieb: Deutschland im Einzelhandel über Cosmic Sports (verfügbar ab Ende April)
Bilder: Surly

   

Nach Episode 6 sind wir, in unserem zweiwöchentlichen Rhythmus, nun bei Noras sechster Episode ihrer Reise ans Nordkap angekommen.
Episode 7 findet ihr hier.
Eine Übersicht aller Episoden findet ihr auf Noras Blog.

RIDE YOUR BIKE! Von Nürnberg zum Nordkap in 30 Tagen. EPISODE 8: Reisen kann jeder! Über die Lust an der Flucht

Wir müssen unsere Augen kaum mehr öffnen. Und unsere Herzen auch nicht. So endete die letzte Episode (auf Noras Blog), in der es um Segen und Fluch moderner Navigationsmittel ging, die keinen blinden Fleck mehr übrig lassen auf dem großen Erdenrund. Es ist Zeit, das Unbekannte wieder anzunehmen. Ohne vorberechnete Route, die mir in Echtzeit ansagt, in wie vielen Kilometern Entfernung der nächste Dunkin Donuts ist.

Im Unvorhergesehenem, im Unvorhersehbaren liegt das Potential zum Abenteuer und das Moment der Freiheit.

Manchmal muss man sich einfach gen Horizont treiben lassen. Irgendwo in Nordspanien auf meiner dreimonatigen Radreise durch Europa 2016.

Fliehen im positiven Sinne

Anders gesagt: Wir planen zu viel. Das fängt grundlegend damit an, dass viele Menschen zwar den Traum haben, eine Reise wie meine zu unternehmen, dieses Vorhaben aber nie in die Tat umsetzen. Weil Ihnen die Zeit fehlt. Oder das Geld. Oder die Ausrüstung. Oder der Mut. Oder irgendetwas dazwischen. Die Motivation hinter einer solchen Reise ist dabei oft ähnlich. Der Alltag, der einem auf die Füße steigt. Der einem keinen Raum zum Atmen lässt. Die ewige Routine unseres fein säuberlich geregelten Lebens. Reisen geschieht oftmals nicht als Eintritt in das Neue, sondern als Flucht vor dem Alten. Insofern brauchen wir vielleicht gar nicht den Mut, uns mit dem Unbekannten zu konfrontieren, sondern lediglich die Einsicht, dem Bekannten überdrüssig geworden zu sein.

Grauer Büroalltag …

… oder lieber irgendwo am Meer ankommen – nach Tagen, Wochen, Monaten auf dem Rad? Unsere Entscheidung. Jeden Tag aufs Neue.

Wer noch kein Geld, die falsche Ausrüstung oder einfach keine Zeit für eine solche Reise hat, obgleich er behauptet, er wolle eine solche Reise unternehmen, der ist vielleicht noch nicht fertig mit dem Alten, dem Bekannten. Freilich, es gibt etliche andere Gründe für das Reisen: sportlicher Ehrgeiz, kulturelle Neugierde, soziales Ansehen. Aber der basalste aller Gründe bleibt doch wohl dieser: Raus zu wollen. Raus da. Losfahren. Immer Richtung Horizont.

Immer Richtung Horizont. Aufgenommen auf meiner dreimonatigen Radreise durch Europa 2016.

Die Lust an der Flucht

Bei wem sie nur groß und nagend genug ist, die Lust an der Flucht, der wird aufbrechen. Egal, wie viel Geld er hat, wie gut die Ausrüstung ist und wie vermeintlich knapp bemessen die Zeit. Wer hat gesagt, dass man erst dann eine Radreise unternehmen kann, wenn man sich ein hyperteurers Reiserad mit Highend-Austattung leisten kann? Peter Smolka, Wahlerlanger und legendärer Radreisende, der vier Jahre lang mit dem Rad durch die Welt fuhr, hat es vorgemacht: In Argentinien wurde sein Rad gestohlen. Und? Er fuhr mit einem klapprigen Ersatzrad weiter.

Minimalismus. Zwei Räder, keinen Platten. What´s not to like? Aufgenommen in Brighton auf meiner dreimonatigen Radreise durch Europa 2016.

Der Nase nach

Reisen braucht keine jahrelange Planung, keine teure Ausrüstung. Nur eines, das braucht Reisen tatsächlich: Zeit. Zeit, die Dinge am Wegrand wahrzunehmen und nicht nur das Ziel vor unseren Augen. Zeit, in den Wind zu riechen und den Regen zu hören. Zeit, die Welt um uns und die in uns ganz und gar ineinander aufgehen zu lassen. Ein Meister im Reisen, der alles begriffen hätte, wäre wohl der, der sich sogar von seinem Ziel lösen könnte. Besser: Von dem notwendigen Zustand, ein Ziel haben zu müssen. Er wäre dann ganz und gar frei und könnte sich vollständig auf das Unbekannte einlassen, irgendeiner Richtung folgen. Einfach immer der Nase nach.

Das Meisterstück des Reisenden: Sich vom Ziel selbst zu lösen. Dann stehen alle Wege offen. Aufgenommen in der Mongolei 2007.

Reisen kann jeder!

Wir brauchen also weniger, als wir denken, um eine solche Reise anzutreten. Wir brauchen weder viel Geld noch teure Ausrüstung. Wir brauchen nicht einmal Mut. Nur Zeit. Zeit brauchen wir. Und die Erkenntnis, des Alten, Bekannten, überdrüssig zu sein. Wir müssen fliehen wollen, im positiven Sinne. Wir brauchen also kaum etwas. Ist das nicht eine Feststellung, die Mut macht, aufzubrechen? Reisen ist nicht schwer. Reisen ist nicht teuer. Reisen kann jeder!

Und in der nächsten Episode:

EPISODE 9: Hello darkness, my old friend: Vom alleine reisen (als Frau)


Episode 7 auf Noras Blog
Episode 6
Episode 5
Episode 4
Episode 3
Episode 2
Episode 1

Instagram: beyer.nora
Twitter: @norabeyer
Facebook: Nora Beyer
Bilder: Nora Beyer
Text: Nora Beyer / André Joffroy

 

Wo und wie Erkki lebt weckt Sehnsüchte, aber seht selbst wo er mit seinem Kona Unit X unterwegs ist:

Not Far From Home II – Destination North from Kona Bikes on Vimeo.

Die ganze Story zum Film kann man übrigens auf dem Kona Blog nachlesen.

Euch einen guten Start in die Woche!

Diese Rakete, in Form eines Laufrades, von Veloheld ist zwar schon vor ein paar Monaten in die Umlaufbahn geschossen worden, aber noch immer in Sichtweite!

Ab 1,5 Jahren kann man nun Astronaut/in oder besser Laufrad-Pilot/in werden, wobei man hier sicher keinen Druck, sondern höchstens gesundes Interesse aufbauen sollte, denn früher oder später heben sie alle ab.In jedem Fall macht der schlichte Rahmen mit Sternenstaub-Lackierung große Lust das Fahrrad-Universum zu erkunden und so eine echte Veloheldin oder ein echter Veloheld zu werden.

Auf Wunsch auch in passender Lackierung zu Mama’s oder Papa’s Gefährt, wobei die Skinwall-Reifen von Kenda direkt Renn-Flair aufkommen lassen und unser persönliches Highlight sind.

Wer gerne ein paar technische Fakten haben will:

  • doppelt endverstärktes Hauptrohr aus 4130 CrMo Stahl
  • abschraubbare Bremssockel für optionale Mini V-Brake
  • Lenkereinschlagsbegrenzer
  • Rahmen- und Gabel-Phosphatierung für zusätzlichen Korrosionsschutz
  • 12″ Laufäder mit 100 mm Einbaubreite mit schwarzen Aluminiumfelgen
  • ca. 3,7 kg Gesamtgewicht

Bereitmachen zum Abheben?!

Die Rakete ist direkt bestellbar bei Veloheld und beginnt mit Sternenstaub-Lackierung bei 199€, wobei eine RAL-Wunschfarbe nur 25€ und eine Hinterradbremse für 15€ Aufpreis zu haben ist.