Ende vergangener Woche zeigte QBP (Quality Bicycle Products) auf der Frostbike 2018 einige der neuen Produkte in ihrem Vertrieb. QBP ist unter anderem auch Mutterfirma von Surly, Salsa, AllCity und einigen weiteren Marken.

Bei Surly wurde das neue Midnight Special vorgestellt, ein 650B Allroad Stahlrad nach klassischer Surly Manier. Geradlinig, vielseitig, mit verschiedenen Aufbaumöglichkeiten für den Arbeitsweg, die tägliche Ausfahrt oder das Abenteuer am Wochenende. Wo die Straße endet wird mit dem Midnight Special einfach weitergefahren.

650B Bereifung bis 60mm und 700C bis 42mm, jeweils ohne Schutzbleche, sind möglich.

3 Flaschenhalter, Ösen auf drei Höhen an der Gabel für verschiedene Gepäckträger, offene Ausfallenden trotz Steckachsen.

Hier orientiert sich Surly nun doch etwas an den neuen Standards, 12x100mm Steckachse vorn, 12x135mm Steckachse hinten, jedoch mit Option auf 10x135mm mit entsprechenden Unterlegscheiben.

Die Bremsaufnahmen sind als Flatmount ausgeführt, ein Standard der sich in weiter Breite bei Renn- und Crossrädern durchsetzt.

Das Steuerrohr misst 44mm und erlaubt somit auch die Montage einer passenden Tapered-Gabel, in Carbon zum Beispiel von Fyxation (wobei es diese auch mit 1 1/8 Schaft gibt).


Preis: Rahmenset 799,-€
Vertrieb: Deutschland im Einzelhandel über Cosmic Sports (verfügbar ab April)
Bilder: Surly

Mit hoher Wahrscheinlichkeit habt ihr noch nie von der Rahmenbauerin Danielle Schön aus Kanada, genauer aus Toronto, gehört.

Chainstay badge

Ich habe die aufgeweckte Dame vor genau zwei Jahren, bei meinem ersten Besuch auf der NAHBS kennengelernt. Sie hatte, wie ich, in der Reihe der „new builders“ einen Tisch für ein Ausstellungsstück ergattern können.

Frau Schön hat, wie der Nachname schon stark vermuten lässt, zum Teil deutsch-österreichische Vorfahren. Um genau zu sein, wanderten der mütterliche Teil ihrer Großeltern während des zweiten Weltkrieges von Deutschland nach Kanada aus und ihr Vater, in Linz geboren, kam in den 80ern über den großen Teich.

Seit gut drei Jahren versucht sie ihr Glück als Rahmenbauerin und ich finde, dass sich ihre Werke mehr als sehen lassen können, weil sie teilweise sehr künstlerisch und trotzdem ,ohne Zweifel, fahrbar sind.

Kostprobe gefällig?

Donut head tube detail

Donut inspired track bike

Das gezeigte Rad wurde offensichtlich von einem Donut, mit entsprechend verlaufender Glasur, inspiriert. Dieser Verlauf setzt sich in den eigens angefertigten Muffen, nicht nur förmlich, sondern auch farblich, fort.

Aus meiner Sicht, ein echter Leckerbissen, den man nicht nur gerne ansieht, sondern auch gerne in Fahrt sehen möchte.

Donut lug detail

Donut bike dropout detail

Abschließend können wir feststellen, dass Danielle ihrem Familiennamen alle Ehre macht und tatsächlich sehr schöne Rahmen und Räder herstellt. Wir hoffen in Zukunft noch mehr von ihr zu sehen und sind gespannt. Ihr auch?

Stainless downtube badge

Wer noch mehr über Danielle erfahren will, dem seien die folgenden Links empfohlen:

Interview von Anna Schwinn für bikerumor

SchönStudio

 

Ein einziges Modell hat Tim Cokayne bisher im Portfolio von Fearless Bikes:

Dieses aber mit dem Anspruch, nicht nur auf der Straße eine gute Figur zu machen.

In der Gegend um Brighton verlangt es – Tim zufolge – nach einem Rad, das nicht nur eine Nische bedient. So richtet sich das Vulture mit Reifenbreiten bis 45mm an die Off- und Onroad Liebhaber, die einen Dropbar bevorzugen und mit Scheibenbremsen liebäugeln.

Der Rahmen wird aus 725er Reynolds und 4130CrMo in Taiwan gefertigt-  mit ED Innen- und Pulverbeschichtung. Neben der starren Stahlgabel, bietet das konische Steuerrohr auch die Möglichkeit, verschiedene Carbongabeln zu montieren. Die Gabeleinbauhöhe der Stahlgabel ist entsprechend angepasst, sodass bei externem Steuersatz die Front, trotz Carbongabel, nicht erhöht wird.

Ausfallenden für Schnellspanner, ein 68mm BSA Lager und externe Zuganschläge zeugen von einer Bekenntnis zu einfacher Funktionalität, in modernem Gewand.

Das Vulture wirkt durchdacht, aber zeugt von Understatement, keine große Aufregung und einfache Fakten. Das Rahmenset dient somit als Basis für Aufbauten vom Crosser, über Gravel und Adventure, bis zum Alltagsrad mit Schutzblechen und Gepäckträger.


Preis: Vulture £576 (inkl. Versand EU), £540 (inkl. Versand UK)
Vertrieb: http://fearlessbikes.com
Bilder: Fearless Bikes/Tim Cokayne

2010 gründete Pedro Jenónimo seine gleichnamige Bikemanufaktur. Jerónimo Cycles verkaufte seitdem über 200 von ihm handgefertigte Titanrahmen. Seit 2016 zeichnet er bei Nordest für Entwürfe, Rahmendesign und Organisation verantwortlich. Für weitere Kreativität sorgt Jesus Guerra, der mit seinem eigenen Stil Rahmen und Auftritt der Marke veredelt.

Der Name Nordest geht zurück auf den Nordosten Portugals, der Geburtsregion von Pedro, eine Region fern der Schnelllebigkeit und dem forschen Fortschritt der Großstädte, wie es selbst ein portugiesischer Tourismusführer beschreibt.

Nordest baut Mountainbikes. Könnte man beim Mountainbiken noch von einer klassischen Form des Naturerlebnisses sprechen, dann versuchen die beiden Gründer diesen Gedanken zu transportieren. Sie bauen Räder, die ganz einfach Spaß bereiten sollen.

Gefertigt werden die Rahmen nach spezifischen Vorgaben in Taiwan. Zur Auswahl stehen verschiedene Rahmensets oder individuelle Kompletträder, die in Spanien montiert werden.

Das bisherige Portfolio ist übersichtlich, das Trail und Enduromodell wurde Bardino benannt. Dieser geht auf den Name der kanarischen Hütehunde zurück – Gefährten also, auf die man sich verlassen kann. Das Bardino folgt den Spuren der aktuellen Stahlhardtails, hart im Nehmen, vielseitig und möglichst wartungsfrei zu sein. Mit dem Fokus auf 1x Antriebe, Gabeln mit 140 bis 170mm Federweg und der Möglichkeit sowohl 29”x2,35” als auch 27,5”x3” Bereifung zu verbauen, gliedert es sich als interessante Alternative in die Riege der Spaßhardtails ein.

Jeronimos Wurzeln im Titanrahmenbau finden sich auch bei Nordest wieder, neben dem Bardinho in Stahl gibt es auch eine Version in Titan. Eine Aussicht auf ein zukünftiges Modell wurde uns ebenfalls gewährt. Name und Einsatzbereich sind schon bekannt. Es wird um Bikepacking gehen und Sardinha soll das Rad heißen.

Nachtrag: Nach einem Hinweis von Nordest Cycles wurde der Name „Bardino“ aus dem Portugiesischen entlehnt und bezeichnet einen Bohème, einen ungesetzlichen Vergnügungssuchenden. Danke für diesen Hinweis.


Preis: Bardino ab 549,-€
Vertrieb: weltweit direkt über https://nordestcycles.com/
Bilder: Nordest Cycles

Liebe Leser und Leserinnen,

Hiermit der erste Post vom neuen Team, nachdem Iwo das Staffelholz an uns übergeben hat.

Wir freuen uns schon sehr auf die neue Aufgabe und wissen aber auch, dass es eine Herausforderung ist. Eine Herausforderung für uns, aber ebenso so für die Leser, weil wir sicherlich einen eigenen Schreibstil und eventuell einen leicht veränderten Schwerpunkt bei manchen Themen haben werden.

In jedem Fall können wir versprechen, dass wir schon sehr bald wieder mit echtem Inhalt loslegen.

Grundsätzlich ist unser Ansatz, dass das Blog nun von einem Team an Autoren mit Inhalten versorgt wird, wobei André Joffroy (Velocita-Bikes), meine Frau Maria sowie ich (Alex) selbst (Portus Cycles) das Ganze leiten werden.

Johannes Brunnenkant (Pure Bros) wird sich leider doch nicht in der Leitung beteiligen, uns aber, neben vielen anderen spannenden Menschen, als Gastautor erhalten bleiben.

Das größere Team eröffnet uns die Möglichkeit, verstärkt von heimischen (Eurobike) und internationalen (Bespoked) Messen zu berichten.

Zusätzlich werden wir den ein oder anderen Rahmenbauer in seiner Werkstatt aufsuchen oder Hausbesuche bei außergewöhnlichen Herstellern durchführen.

Wir wollen jetzt noch nicht zuviel verraten, aber Ihr dürft gespannt sein.

Selbstverständlich sind wir nachwievor offen für Themenvorschläge, die ihr ab dem ersten neuen Post unter der Adresse: mail@stahlrahmen-bikes.de einreichen könnt.

Im Laufe der Woche wird das Blog auch “örtlich” umziehen, das bedeutet, dass die Inhalte und die Domain auf einen anderen Server bzw. Provider übertragen werden. Dieser Vorgang kann wenige Stunden, aber im schlechtesten Falle auch ein bis zwei Tage dauern.

Während dieser Zeit kann es sein, dass die Seite nicht erreichbar ist.

Zum Schluss möchten wir Iwo einfach nochmal ein dickes Dankeschön aussprechen.

Ein Dankeschön für fast acht Jahre stahlrahmen-bikes.de

Ein Dankeschön für die Liebe zum Stahl

Ein Dankeschön für das Vertrauen in das neue Team

Wir schätzen dieses Vertrauen sehr und melden uns demnächst mit neuen Inhalten!

Sportliche Grüße

Alex Clauss und Team