Zugegeben, der Umgang mit den Marken ist bei Gios nicht leicht zu verstehen. Unter Gios und Gios Torino verbergen sich unterschiedliche Modelle der Dachmarke Gios. Während Gios Torino nur in Italien verkauft wird, ist Gios weltweit zu haben. Alles klar? Ein wenig Aufklärung bietet der Hinweis auf der Website von Gios (nicht Gios Torino).

Viel wichtiger als das Jonglieren mit Marken sind jedoch die Produkte. Aldo Gios ist als Rahmenbaulegende nicht mehr aus der Geschichte des Rennrads wegzudenken. Nun hat der Meister gemeinsam mit seinem Sohn Marco mit Gios Prodigiosa (mehr über die Rahmenentwicklung gibt es hier) ein traditionelles Rennrad-Modell auf die Beine gestellt, das auch der ursprünglichen Gios-Philosophie gerecht wird (frei aus dem Englischen übersetzt):

  1. Die wahre Qualität eines Rahmens erkennt man in Abfahrten
  2. Bei einem Rennrad spielt ein halbes Grad bei den Rohrwinkel eine größere Rolle als ein halbes Kilo Gewicht
  3. 20 Gramm leichtere Laufräder wiegen schwerer als ein 500 Gramm leichterer Rahmen
  4. Die Rahmenrohre sind wie Zutaten eines Menüs. Alle sind wichtig, aber der Geschmack hängt von den Fähigkeiten des Kochs ab
  5. Ein Rennrad muss auf Maß gebaut werden
  6. Das Fahrrad ist ein Gut der italienischen Kultur, das wir bewahren müssen
  7. Ein Stahlrahmen ist wie eine Goldmünze. Sie behält über viele Jahre ihren Wert
  8. Der Rahmen ist das Herz des Fahrrads und die Komponenten höchstens die Kleidung, die er trägt

Das Bike im immer noch wunderschönen Gios-Blau aus Columbus SL bedarf eigentlich keiner technischen Beschreibung. Seht selbst:

Gios_Prodigiosa_1

Gios_Prodigiosa_2

Gios_Prodigiosa_3

Gios_Prodigiosa_4

Gios_Prodigiosa_5

Gios_Prodigiosa_6

Und wer den Meister noch einmal live erleben möchte, schaut einfach hier:

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“Pünktlich” zum Jahreswechsel bzw. rechtzeitig vor der Eurobike hat Kona die neue Bikepalette für 2015 präsentiert. Mit dabei sind auch wieder ein paar überarbeitete Stahlmodelle und 2 Neu- bzw. Wiedereinsteiger:

Das Kona Kapu Rennrad gab es schon in früheren Zeiten und wurde für 2015 neu konzipiert. Der geschweißte Stahlrahmen und die schlanke, gemuffte Stahlgabel sind aus Reynolds 853 gefertigt. Die Geometrie mit vergleichsweise langen Steuerrohre zielen wohl eher auf den Komfort-Rennradler.
Zur Komplettausstattung zählt ein Shimano Ultegra/105 Mix, langgeschenklige TRP Felgenbremsen, Mavic Aksium S Laufräder und Teile aus dem Kona-Regal. Das Kapu wird es in 6 Größen für 1.899 Euro geben.

Kona_Kapu_1

Kona_Kapu_2

Kona_Kapu_3

Das Kona Big Rove ist die straßenaffine MTB-Version des Touren-Crossers Rove. Es kommt mit Stahlrahmen und Starrgabel, hydraulischen Tektro Scheibenbremsen, SRAM X7/X5 Mix und Schwalbe Big Apple 29er Reifen, was wohl eher auf den rustikalen Citybiker und sanften Geländeeinsatz zielt. Die Gepäckträger-Ösen am Hinterbau helfen da auch weiter. Das Big Rove kostet komplett 1.199 Euro und kommt in 5 Größen.

Kona_BigRove_1

Kona_BigRove_2

Kona_BigRove_3

Kona_BigRove_4

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Rob English zählt zu den ungewöhnlichsten Rahmenbauern dieses Erdballs. Seine Kreationen mit dem charakteristischen filigranen Hinterbau richten sich öfter an die schnelleren Jungs und Mädels auf der Straße als an den gemütlichen City-Biker. Wobei Ausnahmen gerne die Regel bestätigen.

English_Racing_1

English_KittyCargo_1

Aber momentan kann Rob keine Rahmen bauen, und das wird in nächster Zukunft auch so bleiben. Denn ein schwerer Radunfall hat ihn jede Menge gebrochene Knochen gekostet. Kein Rahmenbau – keine Einnahmen – kein Spaß für selbstständige Rahmenbauer und faktisch existenzbedrohend.

Aktuell versteigert Talbot Frameworks aus UK einen Custom Rennradrahmen zugunsten von Rob English. Alles über das Rad findet Ihr direkt dort (es ist wirklich custom, das hier gezeigte ist nur ein Beispiel). Mitbieten lohnt sich … nicht nur wegen der guten Sache.

Talbot_English

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Wieder einmal hat mir ein freundlicher Lesertipp eine neue Erkenntniss und einen bislang unbekannten Stahlrahmenbauer beschert (danke Herbert!). Wusstet Ihr, dass es in Griechenland einen Bike-Hersteller gibt, der sämtliche Bikes eines gar nicht kleinen Sortiments selbst fertigt – aus Carbon, Alu und Stahl?

Fidusa rund um Gründer George Voyatzis baut Räder schon seit fast 30 Jahren auf der Insel Rhodos. Fidusa Bikes werden auch von Amateuren und Profis genutzt und wurden bereits bei über 200 nationalen Meisterschaften auf der Straße und Bahn eingesetzt.

Heute bietet Fidusa ein ziemlich breites Sortiment für Straße, Bahn, Gelände, Stadt und Reise. Das Besondere: wenn ich es richtig verstehe, werden sämtliche Bikes, egal ob Carbon-Renner für 6.000 Euro oder Alu-Citybike für 900 Euro produziert – nicht etwa in Taiwan, sondern auf Rhodos!

Natürlich zählen auch ein paar Stahlrahmen-Bikes zum Programm, vom maßgefertigten Retro-Rennrad mit gemufftem Columbus SLX Rahmen über ebenfalls maßgebaute Singlespeeder in verschiedenen Ausstattungsvarianten mit Columbus SL Rahmen bis zum überraschenderweise ebenfalls auf Maß produzierten City-/Trekkingbike mit Columbus Cromor Rahmen. Alles als Komplettrad erhältlich oder als Rahmen-/Gabelset zu absolut vernünftigen Preisen.

Fidusa_1980-Deluxe

Fidusa_1980_Singlespeed-white

Fidusa_Trekking

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Spenden sind in der Regel gut und hilfreich, egal ob als Geld- oder Sachspende, ob von Privatleuten oder Unternehmen. Schön auch, wenn sich Fahhradhersteller, Rahmenbauer, Bike-Restauratoren und Fahrradgeshäfte an Spendenaktionen beteiligen oder diese sogar selbst starten.

Bei Biascagne Cicli, den Restauratoren und Rahmenbauern aus dem italienischen Treviso gibt es schon seit 2010 die Aktion Forgood. Hier wird jedes Jahr ein spezielles Bike gebaut bzw. restauriert und neu aufgebaut und für einen guten Zweck verkauft.

Für 2014 ist das folgende Bahnrad am Start. Der gemuffte Stahlrahmen aus Columbus Spirit Keirin Rohrsatz mit schöner Doppelplattenkopf-Gabel wurde vom Rahmenbauer Gabriel Adito gefertigt. Die Lackierung stammt vom Künstler John Motta. Dazu gibt es einen Brooks Cambium Sattel, Shimano Golden Arrow Kurbel, Gimondi Lenker mit 3ttt Vorbau.

Der Preis für das Bike liegt bei 1.500 Euro. Der komplette Erlös der Aktion geht an das Duchenne Parent Project, das sich mit der Erforschung der Duchenne-Muskeldystropie bei Kindern beschäftigt.

BiascagneCicli_scatto_fisso_forgood_2014

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