Nach rund siebeneinhalb Jahren Bloggerei mit 1.170 Beiträgen braucht der Stahlrahmenblogger eine Pause.

Das Stahlrahmen-Blog bleibt deshalb erstmal bis Ende 2017 geschlossen, d.h. es kommen keine neuen Beiträge hinzu. Genug Zeit zum Nachdenken, wie es weitergeht.

Also: Bleibt stählern!

Euer Stahlrahmen-Blogger

Rahmenbauer Alex Clauss aka Portus Cycles aus Pforzheim macht Ernst: bei Kickstarter wird noch bis 8. Oktober 2017 fleißig Geld für die ersten Serienmodelle des Pinion Stahl-Hardtails namens Krowd Karl gesammelt. Praktisch: das Finanzierungsziel von 10.000 Euro wurde bereits übertroffen. Und ein bisschen Zeit ist noch. Denn mehr Geld kann natürlich auch nicht unbedingt schaden.

Krowd Karl soll in 2 Versionen gefertigt werden: als Krowd Karl ED und Krowd Karl CC. Krowd Karl ED ist die Enduro-Version mit Reynolds 853 Rohrsatz für harte Einsätze und abfahrtsorientierter Geometrie. Die durchgängige Linie von Oberrohr und Sitzstreben sieht nicht nur schick aus, sondern bietet gerade in sehr technischem Gelände ordentlich Schrittfreiheit.

Krowd Karl CC ist die Cross-Country Version mit leichterem Columbus Zona Rohrsatz und angepasster Geometrie und Rahmenform. Sie ermöglicht es, zwei Flaschenhalter zu montieren und/oder Rahmentaschen für Bikepacking aufzunehmen.

Als Antrieb kommt bei den beiden Krowd Kärlen das Pinion C1.12 Getriebe mit 12 Gängen und 600% Gesamtübersetzung zum Einsatz. Das Steuerrohr kommt mit 44mm und aufgelötetem Logo. Zudem bekommt jedes Modell eine individuelle Seriennummer mit den Initialen des Besitzers auf dem Sitzrohr.

Die Stahlrahmen werden mit 142 x 12mm Shimano E-Thru Steckachse ausgeliefert. Die Reifenfreiheit bei beiden Modellen beträgt 2,5 Zoll. Die Enduro-Variante kann mit 650B oder 29er Laufradsätzen gefahren werden. Die Cross-Country Variante ist für 29er Felgen gedacht.

Kostenpunkte: Das Portus Cycles Krowd Karl kostet als Rahmenset inkl. Piniongetriebe derzeit 2.200 Euro. Spätere Käufer dürften ein wenig mehr bezahlen. Krowd Karl  wird erstmal in 4 Standardgrößen zu haben sein. Custom Geometrien z.B. auch mit mehr Reifenfreiheit sind auf Anfrage gegen Aufpreis zu haben. Ebenso wie RAL-Wunschfarben 150 Euro Aufpreis kosten. Standardmäßig wird es 2 Rahmenfarben geben.

 

 

 

 

 

Rahmenbaulegende Jeff Jones tritt ab sofort kürzer. OK dieser Wortsport führt etwas in die Irre, denn anstatt weniger hat Jeff Jones nun mehr zu bieten. Oder doch weniger?

Ernsthaft: der Meister hat den Radstand seines bewährten Jones Plus 29er Rahmens um 20mm verkürzt, um damit auch 650B Laufrädern ein passenderes Zuhause zu bieten.

In Zukunft gibt es also zwei Modelle, die sowohl mit Space Frame als auch mit Diamond Frame zu haben sein werden: Jeff Jones Plus LWB (Long Wheelbase) für 29er und Reifenbreiten von max. 29 x 3 Zoll (wobei 3.25 Zoll wohl machbar sind). Jeff Jones Plus SWB (Short Wheelbase) für 27,5 x 3 Zoll oder 29 x 2,35 bzw. 2,6 Zoll).

Hier ein paar aufgebaute SWB-Modelle mit verschiedenen Reifengrößen:

1987 gelang Stephen Roche das Kunststück, den Giro d’Italia, die Tour de France und die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Nicht schlecht würde ich sagen, schließlich hatte das zuvor nur Eddy Merckx geschafft – und hinterher sowieso niemand mehr – und in Zukunft wahrscheinlich auch keiner!

Ihm zu Ehren hat Officina Battaglin zwei klassische Stahlrahmen-Modelle auf den Weg gebracht. Beide gemufften Rahmen werden aus Columbus SLX New gefertigt und sind in sage und schreibe 18 (!!!) Größen zu haben – natürlich klassisch mit 1 Zoll Steuerrohr und italienischem Tretlager.

Officina Battaglin Roche: Zu haben in einer Auflage von max. 30 Stück! Das Unterrohr ziert eine spezielle Muffe mit einer Mini-Plakette aus 750er Gold, die wiederum mit 3 Brillanten besetzt ist. Ein echtes Sammlerstück mit Schwarzchrom-Finish, wie es häufig im Automobilbau anzutreffen ist.

Officina Barraglin 1987: Von diesem Rahmen werden nur max. 187 Exemplare produziert. Er ist deutlich weniger aufwändig gearbeitet als das Roche-Modell und kommt mit einer verchromten Gabel und verchromter Kettenstrebe.

Preise habe ich keine. Aber welches Modell teurer ist, dürfte ziemlich klar sein ;o)

Kona hat für 2018 seine beiden Stahlrahmen-Varianten des Allround-Allroad-Modells Rove leicht überarbeitet.

Das Kona Rove ST kommt nun mit TRP Spyre Flatmount-Scheibenbremsen und Steckachsen sowie der SRAM Rival 1 x11 Gruppe und einer neuen Lackierung. Das Steuerrohr über der Stahlgabel ist klassisch schlank und kommt mit herkömmlichem Steuersatz. Die Lackierung ist etwas … äääääh … schlicht für meinen Geschmack. Der Listenpreis liegt bei 1.599 Euro.

Das Kona Rove LTD bietet einen Stahlrahmen aus Reynolds 853 Rohrsatz sowie eine Kona Carbongabel. Dazu gibt es die SRAM Force 1×11 Gruppe mit den dazugehörigen hydraulischen Flatmount-Scheibremsen sowie Steckachsen. Das Steuerohr ist Tapered und kommt mit integriertem Steuersatz. Und die Lackierung finde ich hier echt scharf. Der Listenpreis fürs Komplettrad scheint mir bei stattlichen 3.999 Euro zu liegen. Da ist ein Custom Bike nicht weit.