Auch der heutige Film-Beitrag ist nur ein Trailer, der aber alte (und junge) Mountainbiker-Herzen trotzdem höher schlagen lässt:

Film ab für die Klunkerz!

 

Es ist fast nicht zu glauben, aber nach unserem Bericht über FERN und Meerglas, die sich eine Werkstatt teilen, gibt es noch eine weitere kreative und produktive Person im Bunde an der gleichen Adresse, ja sogar auf dem gleichen Stockwerk. Diese Person ist Kristin Heil, die unter GRAMM TOURPACKING Fahrradtaschen herstellt.

Durch die Verbindung zu Flo und Tom, habe ich mit Tine zwar auch schon ein wenig gesprochen, aber so richtig in die Tiefe ging es bis heute nicht.

Genau das wollen wir jetzt aber ändern, mit zehn Fragen an die Frau hinter GRAMM.

Wer steckt, steht und näht hinter GRAMM?

Als ich 2012 mit GRAMM TOURPACKING begonnen habe, war ich alleine. GRAMM war mein Abendprogramm, neben meiner eigentlichen Arbeit bei einem Lasertechnik Hersteller.

2015 habe ich wegen der großen Nachfrage den Laserjob an den Nagel gehängt, um genügend Taschen nähen zu können. 2016 war die Arbeit alleine nicht mehr machbar und ich wollte auf keinen Fall, das Kunden länger als 3 Wochen auf eine custom-Tasche warten müssen. Schneller arbeiten auf Kosten der Qualität war keine Option. Meine Mitarbeiterin Luisa macht nun den kompletten Zuschnitt und die Konfektionierung aller vorzubereitenden Teile, ich kümmere mich um die Kundenkommunikation, Planung und fertige die Taschen. Dieses Jahr im November werden wir die Dritte im
Team begrüßen. Ich kann es kaum abwarten!

Warum GRAMM? Was steckt technisch dahinter oder wird Spezielles verarbeitet?

Da ich von Anfang an sehr leichtes Segel-Laminat benutzt habe, das wasserdicht, UV-beständig und reißfest ist, lag der Name auf der Hand und ist seitdem Programm. Das moderne Material entspricht genau meinen Bedürfnissen für gute und leichte Fahrradtaschen. Der Name ergab sich zudem durch die Taschenmodelle, die ich angeboten habe. Durch die Platzierung der Taschen am Rahmen, welche es erlaubt, auf schwere Gepäckträger zu verzichten.

Wir machen aber nicht nur ultraleichtes Equipment, sondern passen die Materialien den Wünschen und Bedürfnissen des Kunden an, bzw. dem jeweiligen Verwendungszweck. Jemandem, der 12 Monate um die Welt fahren will, würde ich eher anraten ein mittelschweres Material zu nehmen, da die Taschen im Dauereinsatz sicherlich den
härtesten Bedingungen unterzogen werden. Für Brevets, Mountain Rallys, Fahrradrennen oder Wochenendtouren und „Overnightern“ kann ich auch leichtes Material empfehlen. Bei einem leichten Taschenset (sagen wir fünf Taschen von uns) machen sich so schnell zwei oder mehr Kilo Gewichtsersparnis bemerkbar, auch weil wir weniger Gepäckträger zum Befestigen benötigen.

Wie bist Du dazu gekommen?

Als ich mit GRAMM begonnen habe, gab es quasi kein TOURPACKING in Deutschland oder Europa. Oder sagen wir, es war in Vergessenheit geraten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts gab es Radfahrtruppen des Militärs in Europa, den USA und Australien, die mit Gepäck unterwegs waren.

Kurz danach bildete sich eine kleine Fahrrad-Szene in Frankreich, den Cyclo Tourists, die ihre Hochblüte in den 30er bis 50er Jahren des 20. Jahrhundert erlebten. Man fuhr
bevorzugt mit Minimalgepäck, wie Lenkerrollen, kleinen Lenkertaschen und Satteltaschen ins Wochenende. Zu dieser Zeit wurden auch im Fahrradrahmenbau revolutionäre und bis heute kaum zu unterbietende Gesamtgewichte (in Stahl!) erreicht. Genauso konnte man es sich derzeit nicht leisten, auf Brevets und Selbstversorger-Fahrten, unter damals schlechtesten Straßenbedingungen, völlig überladene und schwere
Taschen zu fahren.

Diese Fahrrad- und besonders Taschen-Revolution verschwand durch den neuen Auto-Tourismus, unbeachtet für einige Jahrzehnte in Fotoalben. Seit den 80ern gab es dann hauptsächlich die typischen Reiserad-Fahrer, vorne und hinten mit riesigen PVC Gepäcktaschen und quer liegendem 4kg Zeltpacksack bestückt, die bevorzugt, durch das hohe Gewicht natürlich, eher auf asphaltierten Straßen fuhren.

Meine erste Tour war ebenso eine Überladungs-Katastrophe. Kurz darauf habe ich mir mit Flo von FERN-Fahrräder eine Werkstatt in Berlin Lichtenberg gesucht (Tür an Tür) und mit GRAMM TOURPACKING begonnen.
Ich habe die Kombination aus Bikepacking, das etwa zeitgleich in Nord Amerika durch das MTB fahren entstanden ist, mit dem klassischen Reiseradfahren kombiniert. Durch die Vorderrad-Gepäckträgertaschen kann ich ausreichend Equipment für Selbstversorger Touren mitnehmen. Durch die Taschen direkt am Rahmen, Triangel Tasche, Satteltasche, Rahmentasche und Oberrohrtasche, bin ich trotzdem leicht unterwegs. Diese Kombination und das daraus resultierende minimale Gewicht sowie das geringe Volumen erlauben es meinem Rad, trotz Gepäck, geländetauglich zu bleiben. Ich nenne es TOURPACKING.

Gibt es ein Modell oder eigene Detaillösungen, die du besonders hervorheben möchtest?

Als ich begonnen habe, waren das Material (modernes Segeltuch/Laminat) sowie die sehr hochwertigen Verschlüsse (z.B. mit Magneten) sicherlich besonders. Mittlerweile gibt es einige große Firmen, die auf den Zug aufgesprungen sind.
Besonders sind bei uns die Maßanfertigungen, z.B. für Rahmentaschen. Wenn mir Kunden eine Schablone ihres Rahmens schicken, fertigen wir die Tasche in den Farben und den Materialien der Wahl auf Maß. Selbstverständlich unter Berücksichtigung der Trinkflaschenanordnung, Schaltzüge, Bremszüge, Logos und der Vorliebe für eine
Reißverschlussseite (drive side oder non-drive side).
Grundsätzlich können alle Taschen bei uns in den Farben der Wahl gefertigt werden. Einzig beim Material berate ich auch gerne. Falls jemand nicht genau weiß was er will, versuche ich herauszuhören was der zukünftige Einsatzzweck der Tasche ist und welche Vorlieben der Kunde bzgl. des Gewichtes mitbringt.

Jemand, der reine Rennradtouren macht und beispielsweise sein Carbon-Rad niemals auf den Boden legt, freut sich über eine ultra leichte Satteltasche viel mehr, als jemand wie ich, der sein Gravelbike jedes Wochenende an Felsen und Brombeerbüschen entlang schrubbt. In diesem Fall empfehle ich eher etwas mittelschweres, das aber immer noch vergleichsweise leicht ist.

Zum Thema Detaillösungen: Mir ist keine Firma bekannt, die eine kleine Triangel Tasche für sperriges, dreckiges und schweres Werkzeug anbietet und die im hinteren Dreieck zwischen den Sattelstreben, dem Sattelrohr und dem Laufrad Platz findet.

Auch der 3-in 1 Packsack ist besonders. Dieser ist als ultra leichte Gepäckträgertasche gedacht. Er besitzt aber keine schwere sperrige Rückenplatte mit Halterungen, sondern eine leichte 1mm Verstärkung mit mehreren Durchführungen, durch die man selbigen mit Spanngurten an den Gepäckträger zurren kann. Er ist aber ebenso als
Satteltasche oder Lenkerrolle einsetzbar. Der Kreativität sind (fast) keine Grenzen gesetzt.

In welchem Preisbereich bewegst du dich?

Wir beginnen mit 60€ für die bereits erwähnte kleine Triangel-Tasche und enden mit einem Paar großer Gepäckträgertaschen und passender Fronttasche bei 450€, wobei sehr spezielle Wünsche natürlich auch diesen Preis übertreffen können.

Was war bis dato dein herausfordernstens Projekt?

Puhhh. Das ist sehr schwer zu beantworten…

Spontan auf jeden Fall die Messebikes mit Flo von FERN!
Da brauche ich Nerven wie Drahtseile. Man fängt grundsätzlich zu spät an und die Zusammenarbeit mit Rahmenbauern erfordert größte Geduld. Es macht aber auch riesigen Spaß und am Ende freuen wir uns über ein gelungenes Gesamtkonzept.

Krass waren dieses Jahr so einige Fahrräder, unter anderem zwei für das Silk Road Mountain Race. Eines mit extrem langer Planungsphase, da das Rad erst gebaut wurde, ich anfangs wenig Infos hatte, sehr viel Gepäck eingeplant war (komplettes Film-und Kamera Equipment) und es unglaublich viel Kommunikation und Extras für die Taschen gab. Dann musste plötzlich alles sehr schnell fertig werden. Dazu im Folgenden einige Eindrücke von der Entstehung bis zum ersten Einsatz in Kirgisistan.

Initiator: Max Burgess, Podia CC – Rahmenbauer: Piotr Lisiecki, Polen

Wo geht die Reise hin im Hinblick auf Mitarbeiter, Ideen und Visionen?

Ich hoffe sie bleibt wie sie ist, diese Reise!
Ansonsten freue mich sehr auf das neue Paar helfender Hände und eine neue Spezialmaschine.

Zukünftig ist ein kleiner Internet Shop geplant. Das ist schön für all diejenigen, die nicht auf Ihre Tasche warten wollen oder können. Hierfür fertigen wir Klein-Serien vor, von Taschenmodellen, die keiner Maßanfertigung bedürfen. Diese Taschen sind dann innerhalb weniger Tage beim Kunden.

Apropos Reise! In welche (exotische) Länder hast du bis dato verkauft?

Hongkong, Russland, Kuala Lumpur/Malaysia, Australien, Neuseeland, USA, Kanada, Mexico, Japan und weitere dürfen gerne folgen.

Selbstständigkeit! Kommst du selbst noch zum Reisen?

Zu wenig natürlich, aber einmal im Jahr versuche ich mit meinem Rad für etwa 4 Wochen irgendwo hin zu fliegen. Im Sommer/Herbst habe ich bisher Betriebsferien gemacht. Dieses Jahr wird es später. Ansonsten fahren wir an den Wochenenden so oft es geht in die Natur, gerne nach Polen.

Wo geht es als Nächstes hin und warum?

Falls ich meinen Freund überredet bekomme, auf den Weihnachtsbraten bei seinen Eltern zu verzichten, geht es im Dezember/Januar nach Kalifornien um Freunde zu besuchen. Von LA möchte ich Richtung Arizona und Utah sowie mit meinem Rad durchs Monument Valley. Der Rest ist spontan.

Zum Abschluss (k)eine Fachfrage: Warum Stahl?

Bisher gab es kein Grund für mich, keinen Stahl zu fahren.
Ich denke das wird so bleiben und mein FERN reist weiterhin mit mir um die Welt.

Weiter geht’s mit unseren Reihe „Aus der Hauptstadt“

Nach unserem Post über FERN, bleiben wir an der gleichen Adresse und um genau zu sein sogar in der selben Werkstatt, den Flo Häussler und Thomas Becker haben seit geraumer Zeit eine Werkstattgemeinschaft. Tom, wie er auch genannt wird, ist bekanntlich der Mann, der unter Meerglas den Brenner schwingt und feinste Maschinen in Berlin fertigt.

Da ich nach der diesjährigen VELO Berlin deren Werkstatt besucht habe, mussten natürlich auch ein, zwei Bier mit Tom vernichtet werden und über unser liebstes Thema, das Fahrrad und dessen Herstellung, geklönt werden.

Ohne in diesem Punkt Rücksprache mit ihm zu halten, würde ich ihn als Neo-Constructeur bezeichnen. Als jemanden, der alte Muffen, anspruchsvolle Lösungen sucht und Handlinierungen liebt. Der die alten Constructeure wie Singer, Herse und Co verehrt, aber auch dem Neuen aufgeschlossen ist und hierfür eigene Adaptionslösungen sucht, findet und meisterlich ausführt.

Beispiel gefällig?

An diesem eher schlichten Commuter finden sich gänzlich keine Muffen, weil der Hauptrahmen im Vergleich zu seinen sonstigen Rahmen „oversized“ ausgeführt ist.

Soll heißen: Das Unterrohr hat 35mm und das Oberrohr 31,8mm im Außendurchmesser und lässt das Ganze ein wenig wuchtiger und moderner aussehen.

Eine eigens erdachte Betätigungsmechanik, die den Velological Dynamo zum Eingriff bringt, sowie die Flatmount Unterbringung an Gabel und Hinterbau sind hervorzuheben. Innenverlegte Züge, eigens angefertiger Vorbau sowie Front- und Gepäckträger bringen das Bild auf Rädern zum Abschluss, das fast schon ein wenig zu schade für die tägliche Nutzung ist.

Das folgende 650b-Rad bezeichnet Tom selbst als „neoklassischen constructeur Randonneur“

Das Gerät hat soviele schöne Details und versteckte Lösungen – ich könnte schon fast eine kleine Abhandlung schreiben. Daher versuche ich es in Kurzform als Aufzählung.

  • Schleifkontakt für das Rücklicht im Steuerrohr, letzteres als Bilaminate im „Alex-Singer-Stil“ ausgeführt.
  • Rahmenschalthebel, deren Züge umgehend im Unterrohr verschwinden
  • Gänzlich maximaler Einsatz des Compass-Portfolios mit Bremsen, Kurbeln, Lenker, Rücklicht und Reifen.
  • Verchromter Vorbau, dessen Klemmung zur Gabel gleichzeitig der Anschlagspunkt für die Klingel ist, wobei der Decaleur für die Fronttasche auch direkt integriert wurde.
  • SON SL (Selbstkontaktierung) Ausfallenden am unteren Ende der Gabel, die aus Kaisei Gabelscheiden besteht, die Jan Heine nach seinen Vorgaben in Japan herstellen lässt und vertreibt.
  • Maxicar Hinterrad-Nabe
  • Gillet Berthoud Lenkerband, Sattel, Rückspiegel und CNC-Endstopfen
  • eigens angefertigte Träger vorne und hinten

Das Alles wird abgerundet durch eine perfekte Lackierung und Linierung von velociao.

Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke aus der Werkstatt, bevor wir selbige verlassen.


Mehr Infos, wie Preise, Lieferzeiten und mehr Meerglas auf meerglas.org

Werkstatt-Fotos von Bengt Stiller

Alte Beiträge aus Iwo’s Zeiten über Meerglas findet ihr hier: Meerglas im Archiv

 

 

 

 

Das heutige Video ist zwar nur ein Trailer zur gleichnamigen Dokumentation der letztjährigen Tour of Ara, aber auf jeden Fall sehr sehenswert.

Tour of Ara?

Das ist ein Rennen von 800km in sechs Tagen auf alten Stahlrennern durch südafrikanische Halbwüste, das selbst die Langstrecke der L’Eroica wie eine Kaffeefahrt erscheinen lässt.

Ich denke, dass ich in den nächsten Tagen die 3,56€ investieren werde, da der Trailer auf jeden Fall Lust auf mehr macht und wir wohl manchmal an anderer Stelle unser Geld sicherlich sinnloser ausgeben.

Ich hoffe den ein oder anderen hiermit zu infizieren, auch wenn ich keinen Cent vom Produzenten für diesen Post bekomme.

Einen guten und nicht alzu staubigen Start in die Woche!

Nach unserem letzten traurigen Post über Dario, wollte ich nach der Babypause eigentlich am Montag wieder loslegen, aber leider haben wir durch eine Vertrags-Umstellung versehentlich temporär unser Internet getötet.

Seit gestern Nachmittag sind wir wieder (endlich) online und nun sollte es ab sofort wieder möglichst regelmäßig frisches Material zu lesen, sehen und manchmal auch hören geben.

Wir starten nun eine Reihe über Rahmenbauer und verwandte Akteure aus unserer Hauptstadt Berlin, dass man mittlerweile auch als „New German Portland“ bezeichnen könnte, wenn man die Anzahl der Unternehmungen inklusive Umland zählt.

Den Beginn macht ein Akteur, der zuletzt 2015 an dieser Stelle Erwähnung fand. Damals noch mit Mitstreiter, seit einiger Zeit alleiniger Inhaber von FERN, aber nicht allein in der Werkstatt. Zum letzten Punkt demnächst Meer im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich will ganz ehrlich sein: Ich bin ein Fan von FERN und mittlerweile auch mit Florian Häussler befreundet. Insofern ist meine Sicht auf die Gewerke aus seiner Hand eventuell nicht ganz neutral, aber was ich da immer wieder sehe, ist nun mal einfach feinstes Handwerk, das am Ende durch perfekte Farb- und Komponentenauswahl seinen Abschluss findet.

Aus diesem Grund will an dieser Stelle einfach meine drei Favoriten mit euch teilen, die in der letzten Zeit entstanden sind.

Traveleur

Basis ist ein vernickelter 700c Rahmen mit feinster Austattung, der mit allerlei tollen Details gespickt ist. Mein Highlight ist die Verlegung des Bremszuges der mechanisch-hydraulischen Bremszange durch die Abstützung zwischen Sitz- und Kettenstrebe. Die Anfertigung von individuellen Gepäckträgern ist mittlerweile längst Standard bei FERN und so finden auch hier dünne, der Anwendung entsprechend, gebogene und miteinander verlötete Rohre ihren Platz um Gepäck an Ort und Stelle zu halten.

Deutlich mehr Fotos findet ihr hier.

Chacha

Chacha? Ein georgisches Erfrischungsgetränk, das auf einer Erprobungsfahrt eine zentrale gespielten haben soll.

Das Farbschema „blue lagoon“ zu nennen ist mehr als passend. Vor allem, wenn sich dieses perfekt in den von Gramm angefertigten Taschen fortsetzt. Als absolutes Sorglosrad mit V-Brake, Gevenalle Schalthebeln und SON-Beleuchtung kann man dieses Chacha sicher bezeichnen. Bevor nun die Frage aufkommt was dieser spoilerartige Heckträger eigentlich soll oder kann.

Laut Erbauer ist dieser für einen Trangia-Kocher konzipiert, der dann auch ohne Bauchschmerzen verschmutzt auf selbigem transportiert werden kann und wertvollen Platz in den Taschen spart. Gerüchten zufolge kann auch ein Sixpack Bier befördert werden, aber Beweisfotos müssen hierfür noch geliefert werden.

Noch einen guten Schwung Bilder findet man hier.

Chuck

Das Chuck ist für „für harte Wüstendurchquerungen oder die nächste Wochenendrunde durch die märkische Sandbüchse“ gemacht.

Ein Hybrid zwischen Randonneur und Mountainbike, was sich in 26″ Laufrädern mit superleichten Compass-Reifen und dem doppelten Vorbau (komme grade nicht auf den Fachbegriff) in Verbindung mit Dirt Drop Bar deutlich wiederspiegelt.

Ich mach es kurz: Es ist mein derzeitiger Favorit aus Flo’s Hand und die Steinschleuder einfach das Sahnehäubchen. Ein tolles Rad, das ich mal abgesehen von der Radgröße, direkt so bestellen würde, wenn ich denn ein solches bräuchte.

Preise und Verfügbarkeiten auf Anfrage, wobei ein Blick auf die Homepage eine Wartezeit von mindestens einem Jahr kommuniziert. Das mag manch ungeduldige Menschen etwas abschrecken, aber am Ende sollte man sich bewusst sein, dass eine One-Man-Show eben nur begrenzten Output haben kann, und Vorfreude die schönste Freude ist.

Wer sich die Wartezeit ein wenig verkürzen oder die Anschaffung eines solchen Rades außerhalb der Möglichkeiten ist, aber trotzdem ein Stück FERN haben will, kann sich ja mal im Shop umsehen.

„Metal only“ ist auf jeden Fall ein Statement, das mir sehr gefällt!